BonesAndRawFood

 

  
Vorwort: 

ich möchte Euch hier eine Fütterungsart näher bringen, nämlich BARF oder auf Deutsch:
Biologisch Artgerechte Rohfleisch Fütterung,
die wohl natürlichste Ernährungsart für den Hund. Im heutigen Zeitalter von Fertigfutter, ob Trocken oder aus der Dose,
eine recht ungewöhnliche Art, seine Hunde zu ernähren.

Diese Seite spiegelt meine eigenen Erfahrungen mit der Rohfleischfütterung wieder und ist keine allgemeingültige Anleitung. 
Hierfür gibt es Bücher im Fachhandel und öffentliche Seiten im Internet, wo man alles Wissenswertes nachlesen kann.

 




 

 

 

 

Wie die Idee zu dieser Fütterungsart entstand: 
als Maya etwas über 1 Jahr alt war ging es ihr plötzlich sehr schlecht. Bis dahin hatte ich nie über das Füttern nachgedacht. Auch Maya fraß Dosen- und Trockenfutter. Bis sie anfing zu erbrechen. Sie verweigerte jegliche Nahrungsaufnahme und nach 3 Tagen erbrach sie Blut und hatte blutigen Durchfall. Wir eilten zum Tierarzt. Sie bekam eine Blutentnahme und Aufbauspritzen. Ich machte mir große Sorgen. 
Eine Bekannte, 2 Hunde und aktive Hundesportlerin, erzählte mir von BARF und von den Problemen einer ihrer Hunde mit Allergien. Sie bestätigte mir, dass ihr Hund seit der Rohfleischernährung beschwerdefrei sei und meinte, ich solle es doch probieren. Vielleicht nützt es bei Maya auch. 
Inzwischen hatte ich die Diagnose: Maya litt an Pankreatitis! Der TA meinte, dass es zu 99% chronisch sei und Maya wohl ihr Leben lang Medikamente nehmen muss. Aber bevor er das verschrieb wollte er noch ein paar Tage warten, um zu sehen wie die Laborwerte sich weiter entwickeln.

An diesem Tag beschloss ich die Ernährung meines Hundes umzustellen. Ich bekam einen Schnellkurs am Telefon, las mich im Internet ein und eilte davon, um Fleisch zu besorgen. 

Anfangs war die Fütterung schon kompliziert. Wieviel Fleisch? Welches Gemüse? Wo ist die Küchenwaage? Was für Flocken? Welches Öl? Mache ich das alles richtig? Fehlt was....???

Maya fraß mit Begeisterung und das erste Mal war immer der Napf leer. 
Und - ich kann es heute noch immer nicht richtig glauben - nach gut 10 Tagen waren alle Probleme wie weggeblasen. Der Stuhl war fest, keine Gebetsstellung mehr, keine Bauchkrämpfe, kein Erbrechen, kein Blut. Die Laborwerte waren im normalen Bereich! 

Maya lebt bis heute beschwerdefrei, OHNE Medikamente. 

Das alles hat mich von der Rohfleischfütterung restlos überzeugt. Auch Benji, der seit Januar 06 bei uns lebt, bekommt BARF und es ist wieder erstaunlich, denn sein Fell begann sich nach kurzer Zeit schon zu verändern: aus einem strohig stumpfen Haarkleid wurde ein weiches, flauschig glänzendes Fell. Und er hat zwischenzeitlich kauen gelernt - für ihn eine fremde Welt, die er jetzt sichtlich genießt.

 

Juli 06/Diese Fotos erhielt ich mit freundlicher Genehmigung von den Rukopf-Collies
Die Mutter der Welpen hatte einen Lammhals erhalten und warf davon einen Teil in die Wurfkiste zu ihren Jungen.
Diese haben sich instinktiv über das Futter hergemacht. Und es schmeckt, wie man sieht.

 

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Canis : Gattung Hund/Wolf. Ein Karnivor = Fleischfressend

Alleine schon vom Aufbau des Gebisses und des Verdauungstraktes ist der Hund ein Karnivor und rohes Fleisch ist das ideale Futter. Ich möchte hier nicht auf die Vor- und Nachteile von Dosen- oder Trockenfutter eingehen, über die Bequemlichkeit der modernen Fütterungsarten brauchen wir hier nicht zu reden: Dose auf, Fertig! Aber schmeckt das auch??

Ich möchte Euch hier die Vorteile von BARF aufzählen, die der Hund hat:

  • kaum Körpergeruch (der üble Hundegeruch verschwindet)

  • seidiges, glänzendes Fell

  • kein Zahnstein

  • kein Mundgeruch

  • starke Knochen und Sehnen

  • starkes Immunsystem

  • kleinere Kotmengen

  • weniger Parasiten

Rohfleischfütterung ist KEIN Kochen!! Mit ein wenig Organisationstalent und Routine dauert das Zubereiten einer Hundemahlzeit auch nicht länger als das Öffnen einer Dose. Das Fleisch und die Beigaben werden grundsätzlich roh verfüttert; nur in wenigen Ausnahmen wird das Fleisch gekocht (z.B. Schweinefleisch)

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Was und wie   kommt bei uns in den Napf??  

2(-3) % der Körpergewichtes des Hundes dient als Anhalt für die Futtermenge pro Tag. Das ist bei einem 20 Kilo Hund 400g bis max. 600 g Futter pro Tag. Das wird aufgeteilt in 1-2 Mahlzeiten, je nach Bedarf und Aktivität des Hundes, wobei wohl eher die untere Grenze ausschlaggebend ist. 3% sind eher etwas für "körperlich arbeitende" Hunde, die viel Energie verbrauchen.

Bei mir hat sich die einmalige Fütterung abends bewährt. So fühlen sich meine Hunde am Wohlsten.
Außerdem besteht eine Mahlzeit aus 2/3 Fleisch und 1/3 Gemüse-Flocken, zeitweise auch 1/2 und 1/2, je nach Bedarf.

In den 7 Wochentagen gibt es bei uns 4 Tage Fleisch-Gemüse-Mahlzeiten, 2 Tage reine Gemüse-Flocken-Mahlzeiten und einen Knochen-Tag. Wobei ich die Gemüse-Flocken-Tage und die Knochen-Tage auch variiere. Fastentage gibt es bei uns nicht.

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Folgende Fleischsorten stehen bei uns auf dem Speiseplan:

Rindfleisch (gewolft oder grob gehackt) 

Innerein vom Rind: Leber, Herz, Lunge, Nieren, Schlund und Kehlkopf. Ganz beliebt ist grüner Pansen und Blättermagen!!

Wild alles vom Reh oder Hasen. Beliebt sind Kaninchenköpfe, ganze Hasenbeine mit Fell, Rehbeine mit Fell und Klauen zum Benagen

Geflügel alles vom Huhn, Gans oder Pute, auch Innereien wie Magen, Leber oder Herz. Beliebt sind Putenhälse oder Hühnchenflügel

Pferdefleisch verfüttere ich weniger, da unsere Tochter ein Pferdenarr ist und sonst der Haussegen schief hängt. Pferdefleisch ist auch relativ teuer.

Lamm/Schaf verfüttere ich nur gemischt mit anderem Fleisch oder Lammpansen, Schafsmagen oder Lammherzen werden gern gefressen.

Fisch in der Regel wird der ganze Fisch verfüttert  wie gefangen! 
Gibt es bei uns auch weniger, da es meine nicht besonders mögen.

Schweinefleisch   in Form von Schwänzen, Ohren oder Füssen 
ABER NUR GEKOCHT 
(wegen der für Hunde tötlichen Aujeszky'schen Krankheit)

Knochen von allen Fleischsorten. Zum benagen z.B. Rinderbeinscheiben, Putenhälse, Rinderknochen (z.B. Rippen oder Wirbelsäule), Schweinefüße (NUR gekocht), Hünchenknochen oder ganze Hühner, Knorpelstücke wie Schlund und Kehlkopf...
Knochen stellen immer eine eigene Tagesmahlzeit dar. Sie sind wichtig für die Zahnpflege und liefern das wichtige Calzium (Calciumcarbonat).

Darauf zu achten ist, daß der Hund nicht schlingt und große Knochenteile verschluckt, denn diese können sich im Darm ablagern und zu Beschwerden führen. Bei einem schnell fressenden Hund, der schlecht kaut, würde ich auf harte Knochen verzichten und eher auf knorpelreiche Knochenstücke wie Putenhälse zurückgreifen. Wenn der Hund jedoch sorgfältig kaut und den Knochen intensiv benagt, steht der Knochenfütterung nichts im Wege. Meine beiden haben Spaß am Nagen und können sich damit wirklich lange beschäftigen ;o)

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Gemüse und Obst, das man untermischen kann:

Obst und Gemüse muß fein geschnitten, zerquetscht oder noch besser gehäckselt/püriert werden. Der Hund ist aufgrund seines Verdauungssystemes nicht in der Lage die pflanzliche Zelle aufzuspalten und kann so die wichtigen Bestandteile und Vitamine der Pflanze nicht aufnehmen. In der Natur (beim Wolf) geschieht die Aufnahme der wichtigen pflanzlichen Elemente über das Beutetier. Der Wolf frisst den anverdauten Mageninhalt des Beutetieres mit und nimmt so die pflanzlichen Anteile verwertbar auf. Dies simulieren wir, indem wir die Zellwände der Pflanze durch zerquetschen zerstören.

Fast alles Gemüsekann verfüttert werden. Ausnahmen bilden Nachtschattengewächse sowie Kohlsorten. Kohl bläht. Wenn er verfüttert wird, sollte er leicht angedünstet werden. Zwiebeln, Bohnen, Augerginen, rohe Kartoffeln und Avocado sollten nicht verfüttert werden. Trauben und Rosinen nur bedingt und in kleinen Mengen.
Bei uns gerne genommen werden: Gurke, Zucchini, alle Blattsalate , Spinat, Chinakohl, Erbsen, Mais, Möhren und Pilze.
Gelegentlich verfüttere ich auch Tomate oder Paprika (Nachtschattengewächse!), in geringen Mengen ist das vertretbar und meine fressen es sogar sehr gerne. Paprika enthält viel Vitamin C und die Tomate soll ja zellregenerierende und krebsvorbeugende Wirkstoffe haben. Ich kann nicht berichten, dass diese Gemüsesorten, mit Bedacht und nur sporadisch gefüttert, nachteilige Wirkungsweisen auf meine Hunde gezeigt hätten. Grüne Stellen an Tomate und Paprika sollten ausgeschnitten und nicht verfüttert werden, denn sie enthalten vermehrt das Gift Solanin.
Außerdem verfüttere ich Kräuter wie z.B. Scharbockskraut (im Frühling vor der Blüte), Löwenzahn, Salbei, Petersilie, Oregano, Thymian, Schnittlauch, Knoblauch, Wegerich, Taub- und Brennnessel, Gänseblümchen, Beinwell, Schafgarbe, Pfefferminze uvm.
Wenn man des Sammelns dieser Kräuter in freier Wildbahn nicht kundig ist so kann man im Supermarkt auch Tiefkühlkräuter kaufen. 

Besuche doch auch meine Kräuterseite !!

Obst, ein Genuss für Süßmäuler. Meine beiden Schleckermäuler sind leider keine begnadete Obstfresser, sie mögen lieber Gemüse. Da aber Obst ein guter Vitaminspender ist mogle ich es von Zeit zu Zeit mal unter.

Obst, das ich verfüttere: geriebener Apfel, Banane, Birne (bedingt, denn die bläht gerne), ab und zu Orange oder Pfirsich, Aprikose, Kiwi, Ananas und Beerenfrüchte wie Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren, Pflaumen uvm.

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Zusätze sind z.B. verschiedene kaltgepresste Öle , wie z.b. Lein-, Oliven-, Walnuss-, Distel-, Traubenkern- und Fischöl. Hier spielen die ungesättigen Fettsäuren eine große Rolle. Man kann weiterhin noch Futterzusätze beimischen wie z.B. Hokamix oder Calzium,  Biotin oder Vitamin-Präparate. Kann, muss aber nicht, denn wenn man ausgewogen und abwechslungsreich füttert, ist das nicht zwingend nötig.  Auch mal eine Prise Salz bringt wichtige Mineralien.

An Mineralien gebe ich ab und an Schindeles Mineralien. Das ist ein Gesteinsmehl, das so ziemlich alles enthält, was der Körper benötigt. Ich füttere das aber nicht regelmässig zu, sondern nur ab und an und nur in geringen Mengen.

Wer etwas über die Notwendigkeit von Vitaminen und Mineralien nachlesen will findet auch hier auf der HP die wichtigsten Infos dazu.

Des weiteren kann man div. Milchprodukte wie Kefir, Buttermilch, Hüttenkäse, Joghurt und Quark zugeben (Maya steht auf Mozarella) oder ein ganzes Ei mit Schale verfüttern. Hartkäse  geraspelt übers Futter ist auch ein guter Appetitmacher für viele Hunde (meine zwei stehen drauf!).

 

Flocken zum Futter: gebe ich vor allem Puffreis oder gekochten Vollkornreis zu. Manchmal auch gekochte Kartoffeln. Nudeln gibt es öfters für Benji, der liebt diese - Maya weniger, die mag sie nicht. Haferflocken oder ungesüßtes Müsli oder Cornflakes sind auch eine Alternative - hier gilt aber Vorsicht bei Getreideallergie.

Wer getreidefrei (glutenfrei) füttern will kann alternativ Buchweizen, Hirse oder Quinoa zufüttern.

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Die Umstellung
oder wie beginne ich mit dem BARFen ??

das ist wahrscheinlich die Frage, die alle hier Lesenden am meisten interessiert.

Es gibt 2 Möglichkeiten umzustellen: entweder man fängt einfach damit an roh zu füttern und lässt das Industriefutter weg oder man schleicht sich langsam aus. Bei Hunden, die gerne und alles fressen ist das sicher kein Problem. Jedoch gibt es auch Hunde, die nicht so einfach umdenken können, wie z.B. unser Benji.

Deshalb möchte ich Euch berichten, wie ich es bei Benji geschafft habe, ihn an BARF heranzuführen und ihm das Fressen schmackhaft zu machen.

 

Als Benji zu uns kam war er 18 Monate alt und hatte bisher kein schönes Leben gehabt. Wir stellten bald fest, dass er als Ernährung nur Dosenfutter kannte, dieses nicht kaute sondern nur in sich hinein sog. Etwas anderes kannte und mochte er nicht.

Für mich stellte sich nun eine große Herausforderung: wie bringe ich diesen Hund zum Fressen von rohem Fleisch und vor allem: wie lerne ich ihm das Kauen?

Zuerst kauften wir Dosenfutter, damit er nicht aus seinem gewohnten Trott herausgerissen wird. Maya bekam weiter ihr gewohntes rohes Futter.

Immer wieder bot ich ihm einen Brocken Fleisch aus der Hand an. Und er nahm ihn zögerlich ins Maul, schaute mich mit großen Augen an, spuckte ihn mir vor die Füße und rannte an den Wassernapf und soff.... Er hat sich tatsächlich das Maul ausgewaschen - so eklig fand er es!!

Ich ließ ihn immer wieder Maya's Napf inspizieren, wenn Maya mit Fressen fertig war. Manchmal waren Reste darin, die Benji dann interessiert abschnupperte. Doch er wollte es nicht fressen, weil man es kauen musste und das konnte er nicht. Knochen? Kannte er überhaupt nicht, er wusste gar nicht was er damit anfangen sollte. So schaute er immer wieder Maya neugierig beim Nagen zu. 

So begann ich das Fleisch zu wolfen (durch den Fleischwolf zu drehen) und mischte es unter das Dosenfutter. Erst 2:1 Teile, dann immer mehr zugunsten von Barf. Ich schlich langsam das Dosenfutter aus, bis nur noch 1 Esslöffel voll über das Futter gestreut wurde. 

Dann begann ich größere Brocken beizumischen, die ich ihm auch teilweise aus der Hand fütterte. Er kannte ja zwischenzeitlich den Geschmack, nur das Kauen war ihm zuwider. Ich behielt den Fleischbrocken fest in der Hand und ließ ihn daran kauen, bis er einen Teil davon abgebissen hatte.
Benji lernte so das Kauen. Jetzt war er reif für seinen ersten Knochen. Und er nahm in und kaute stundenlang mit Genuss das Fleisch vom Knochen!

Seither ist Dosenfutter bei uns pasé, es gibt nur noch frisches Fleisch und Co -> eben BARF    

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Was brauche ich, wenn ich mit dem BARFen anfangen möchte?

Was Ihr an Fleisch, Gemüse und Zusätze genau verfüttern könnt lest bitte weiter oben im Text.

  • Rindfleisch/andere Fleischsorten (pro Tag gerechnete Futtermenge 2% des Körpergewichtes des Hundes)

  • verschiedene frische Gemüse und/oder Obst, Kräuter

  • Flocken und Zusätze 

Nützliche Helfer, die man haben sollte:

  • Hackmesser (Moulinette, Butler o.ä.)

  • Fleischwolf 

  • Kühltruhe (für die Unterbringung des frischen Fleisches)

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Wie füttere ich?
  • je nach Gewohnheit des Hundes muss man sich darüber im Klaren werden ob man 1x, 2x oder 3x täglich füttern will. Im Prinzip reicht eine einmalige Fütterung am Tag (auch ich füttere nur 1x täglich abends)
  • die Futtermenge (2-3% des Körpergewichtes des Hundes) muss auf die Tagesrationen aufgeteilt werden.
  • je nach Energiebedarf (macht der Hund z.B. Sport oder arbeitet er) muss die Tagesmenge leicht erhöht oder verringert werden. Das findet man von alleine in den ersten Wochen heraus. Nimmt der Hund zu gibt es weniger, wird er nicht satt oder nimmt er ab gibt es einfach mehr.Hierbei ist zu beachten, daß kleine Hunde oft mehr Futter benötigen als die angegebenen 2%, da sie einen höheren Energieverbrauch haben als große Hunde.
  • die Abwechslung macht es! Nicht jeden Tag das gleiche Fleisch füttern, nicht jeden Tag das selbe Gemüse, nicht jeden Tag die selben Zutaten ;o) (Wir wollen auch nicht jeden Tag Nudelsuppe essen, oder?)

So könnte ein Futterplan für die Woche aussehen:

Ich gehe mal von einem Hund mit ca. 20 kg Körpergewicht aus, mit mäßiger Bewegung (das heißt Gassigehen und spielen/üben, mittlerer Energieverbrauch) -> entpricht einer Tagesration von 400 g (2% des Körpergewichtes als Gesamtfuttermenge)

  1. Tag : 300g Rindfleisch-Innereien-Mix (Herz, Leber, Lunge, Nieren) / 1 große Tasse Puffreis / ca. 60g geraspelte Zucchini / 1 Essl. kaltgepr. Sesamöl
  2. Tag : 400g Putenhals am Stück zum Benagen 
  3. Tag : 400g grüner Pansen (event. gemischt mit 1 gr. Tasse Puffreis oder Haferflocken)
  4. Tag : 300g Muskelfleisch / 1 große Tasse gek.Nudeln / ca. 60g geraspelte Möhren / 1 Essl. kaltgepr. Olivenöl
  5. Tag : 330g gek.Vollkornreis / 70 g geraspelte Äpfel/Karotten-Mix / 1 Essl. Kokosraspeln / 1 Essl. Honig / 
    einen Schuß Buttermilch oder Kefir oder Hüttenkäse
  6. Tag : 400g Blättermagen, ungewaschen
  7. Tag : 300g Rinderkopffleisch (oder Lamm, Pferd oder Fisch) / 1 große Tasse gekochte Nudeln / 60 g pürierter Salat (oder Salatgutke) / 1 ganzes Ei mit Schale / 1 Essl. frische gehackte Petersilie

Dies ist kein allgemeingültiger Futterplan, mehr nur ein Anhalt, wie es aussehen könnte.

Es kommt natürlich immer auf den Hund an, wie und wieviel er sich bewegt, wie sein Energiebedarf ist. Aber das bekommt man schnell in den ersten Wochen heraus. Mit der Routine wiegt man auch nicht mehr ab, man füttert pi-mal-Daumen - mal mehr, mal weniger, je nachdem wie groß der Hunger ist oder wie aktiv der Hund war. 

Natürlich bietet die Natur noch viel mehr Möglichkeiten und Varianten als oben im Futterplan angegeben. Man sollte den Futterplan so abwechslungsreich halten wie nur möglich. Auch ein Fastentag pro Woche richtet keinen Schaden an, im Gegenteil, der hilft, den Darm zu reinigen und zu entschlacken.

Ebenso wenig schlimm ist es auch, mal einen Tag kein BARF füttern zu können. Sollte man einen Tagesausflug machen oder im Urlaub mal nicht auf frisches Fleisch zugreifen können, so kann der Hund auch durchaus mal Trocken- oder Dosenfutter fressen. Zuhause jedoch, wird er sein frisches Futter wieder zu schätzen wissen ;o) 

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Tipps am Rande:

Wichtig ist, dass man alles bietet, nach und nach, 
aber nicht unbedingt täglich.

Wenn wir unsere eigene Ernährung einmal betrachten, so müssen wir doch zugeben, dass wir auch nicht jeden Tag alles Wichtige zu uns nehmen, oder? So gibt es doch ab und zu mal Tage, wo wir keinen frischen Salat oder Gemüse essen sondern mal einen Hamburger und Pommes genießen. Auch an solchen Tagen leiden wir keinen Mangel, da unser Körper wichtige Vitamine speichern kann. So ist es auch bei unseren Hunden. Diese haben sogar den Vorteil uns gegenüber, daß sie wichtige Vitamine, wie z.B. Vitamin C selbst im Darm synthetisieren können und somit auf eine tägliche Gabe von aussen gar nicht angewiesen sind.
Man sollte die Ernährung wirklich locker angehen. Auch mal was geben "das schmeckt" und erst den nächsten Tag wieder auf "Notwendigkeit" achten.

Denn so macht das Leben richtig Spaß!!

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Eine fleischlose Mahlzeit kann z.B. aus gekochten Suppennudeln mit Kräutern und Erbsen bestehen.

Hier wurden feine Suppennudeln mit etwas Rindfleisch zusammen gekocht, wobei nur der Abkochsud verwendet wird. Erbsen und Kräuter werden fein püriert, mit einem EL Öl und etwas Wasser. Dann untergemischt und Fertig. Wer will kann noch ein Ei oder etwas Joghurt zugeben. 
Maya mag es gerne, wenn ich etwas Hartkäse darüber rasple.

Schaut, wie schön fein hier das Gemüse verteilt ist.

Eine Fleischmahlzeit kann so aussehen:

Hier wurden Hühnerhälse gewolft, mit nativem Sesamöl, Puffreis und pürierter frischer Zucchini vermengt.

 

Noch mehr Tipps und gute Sachen gibt es  unter Rezepte, Tipps & Tricks.        

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Infos zum Schluss...

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dort bestelle ich unser Futterfleisch:                 

 

Empfehlen möchte ich auch noch die HP von S.Simon http://www.barfers.de
Hier findet Ihr viele Infos und ein Forum, wo man vieles nachlesen kann.
 
(
Danke an Swanie Simon fürs Probelesen meiner Seite und fürs Lob!)

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