Sammeln:
Wurzel
Frucht
Blüte
Blatt
Herba*
*junger,
unverholzter Trieb mit Blättern, Blüten und Stängel |
Basilikum |
Beinwell |
Borretsch |
Brenn(n)essel |
Frauenmantel |
Gänseblümchen
|
Knoblauch |
Löwenzahn |
Melisse |
Oregano |
Petersilie |
Rosmarin |
Salbei |
Spitzwegerich |

Schafgarbe |

Scharbockskraut |
Taubnessel |
Vogelmiere |
Walderdbeere |

Wegwarte |
Basilikum
(Ocimum basilicum / Herba basilica)
|
|
einjährige Pflanze der
Lippenblütler-Familie, die wahrscheinlich ihren Ursprung auf dem
afrikanischen Kontinent hat. Heute jedoch im asiatischen Raum weit
verbreitet. Unser Basilikum jedoch stammt aus dem Mittelmeerraum, man
kann es frisch im Topf in vielen Läden kaufen. Die Pflanze wächst
buschig, bis zu 40 cm hoch mit kurzstieligen, eiförmigen, dunkelgrünen
Blättern.
Basilikum enthält u.A.
Gerbstoffe, Flavonoide, Kalzium und ätherisches Öl. Jedoch auch
Estragol (dem man bei Dauereinnahme eine krebserregende Wirkung
nachsagt), weshalb man es nicht kontinuierlich essen soll.

Für den Mensch: Basilikum findet bei uns als Gewürzpflanze
Anwendung, vor allem für die italienische Küche. Man verwendet dafür
die Blätter, die man am besten nur groß zerrupft und dem Essen
beimischt.
Basilikum wird bei Erkrankungen der
Harnorgane, bei Darmentzündungen, Magenkrämpfen, Erbrechen, Blähungen,
Verstopfung und Migräne angewendet.
Für den Hund: klein gehäckselt ins Futter fördert die
Verdauung in Magen und Darm, regt die Nieren an und wirkt Entblähend.
Auch beim Tier nur sporadisch geben.

Beinwell
(Symphytum officinale) auch: Comfrey, Commonfrey, Wallwurz
m.E. eines der wichtigsten Kräuter das in keiner Küche
fehlen sollte
Gewächs aus der Borretsch-Familie, große, harte, rau - haarige Blätter und Stängel, zw. 50-100cm hoch werdend.
Liebt feuchte Standorte, meist zu finden auf Wiesen, Ufern und an Bachrainen oder
an Ackerrändern.
Hat kleine, nebeneinander angeordnete Blüten, von dunkellila
über blau, bis hin zu weiß sind alle Farbschattierungen der Blüte möglich.

Für den Mensch:
gesammelt werden die Blätter zum Beimischen in die Nahrung (kleingehackt in den
Salat, in Soßen... geschmacksneutral) oder zum Trocknen und Herstellen von Tee
(aber nur als Beigemisch zu aromatischen Heiltees), die Wurzel zur Herstellung
von Salben.
Beinwell muss trocken und dunkel gelagert werden, da es leicht verdirbt. Deshalb
ist die Anwendung des frischen Krautes am Besten.
Für
den Hund:
hier verwendet man das frische Kraut (die Blätter), feingehackt, als
Nahrungszusatz in das Futter.
Beinwell wirkt bei Mensch und Tier regenerierend und krebshemmend. Es fördert
die Neubildung von Gewebezellen und hat eine "knochenbildende"
Wirkung. Deshalb machte man früher mit Beinwell (daher der Name) bei Knochenbrüchen
Umschläge aus geschabter Wurzel und zerriebenen Blättern.
Tipp: eine gute Salbe für den Hausgebrauch stellt die Engel-Apotheke in Fulda
her (kann man in jeder Apotheke bestellen) Diese "Commonfrey-Salbe"
ist ohne Zusatz von chemischen Stoffen und kann bei Erwachsenen, Kind und Tier
gleichermaßen angewandt werden, zur Linderung von Verletzungen, Quetschungen
und Prellungen, bei blauen Flecken und schlecht heilenden Wunden.
EMPFEHLENSWERT!! und sollte in keiner Hausapotheke, wo Kinder und Tiere in der Familie leben,
fehlen!

Borretsch (Borago
officinalis)
Borretsch gehört zwar zur selben
Pflanzenfamilie wie das Comfrey (Beinwell) hat aber eine etwas andere
Zusammensetzung der ätherischen Öle und Substanzen und wirkt somit auch
anders.
Borretsch (auch Gurkenkraut) ist eine Gewürzpflanze, die man zum
Beimischen als Geschmacksverstärker nimmt. Die Blüten hat man früher
"zur Zierde" über Salate gegeben. Die jungen Blätter der
Pflanze kann man zu Salat verwenden (schmeckt ähnlich wie Gurke) oder
spinatähnlich als Gemüse zubereiten.

Für Mensch und Hund:
Borretsch
wirkt äusserlich entzündungshemmend und wird als Aufguss verwendet zur
Behandlung von schlecht heilenden Wunden oder Geschwüren. Innerlich
angewendet wirkt er unterstützend bei Erkrankungen der Atemwege und
Harnorgane. Früher stellte man daraus sog. "Medizinalweine"
(alkoholisches Destillat) her, die fiebersenkend, innerlich kühlend und
nervenberuhigend wirken.

Gänseblümchen
(Bellis perennis)
gehört zu den Korbblütengewächse,
wird auch Augenblümchen, Himmelsblume, Maiblume, Marienblümchen, Maßliebchen,
Mondscheinblume, Morgenblume, Osterblume, Regenblume, Sonnenblümchen und
Tausendschön genannt.
Beschreiben muss ich Euch das Blümlein wohl nicht, wir kennen es alle und
dass man es überall finden kann wo auch Gras wächst, das wisst ihr auch
alle, oder?? *gg*

Gesammelt
werden die grünen Blätter und die Blüten (am besten die zarten, die
sich gerade öffnen), die man prima in Salate mischen kann. Schmeckt gut
und sieht toll aus! Gibt einen leicht nußigen Geschmack, der durch Zugabe
von Walnussöl noch verfeinert werden kann.
Für
Mensch und Hund:
Das Gänseblümchen hat eine blutreinigende Wirkung und wird in der Homöopathie
z.B. bei Leberleiden eingesetzt. Äußerlich angewendet wirkt es heilungsfördernd
bei schwer heilenden Wunden.
Dem Tier mischt man Blüten und Blätter klein gehackt unters Futter.
Komischerweise
sagt man dem kleinen weiß-gelben Blütchen im Volksmund nach, dass es
giftig sei. Wohl wieder so ein Mütter-Spruch um die Kinder davon
abzuhalten, die Blüten von der Wiese zu essen... Nein,
Gänseblümchen sind nicht giftig. Manche Menschen machen mit der
Pflanze ein Frühjahrskur und essen die ersten Blüten und Blätter täglich
in Massen, da dies die Abwehrkräfte stärken soll.
Ehrlich gesagt, ich habe noch nie gehört, dass jemand an einer Gänseblümchenüberdosierung
gestorben ist... *gg*
Es gibt jedoch tatsächlich Pflanzen, die nach oder während der ersten
Blüte Giftstoffe entwickeln, wie z.B. das Scharbockskraut oder auch die
Wegeriche. Das Gänseblümchen
jedoch gehört sicherlich nicht zu den Giftpflanzen.

Knoblauch
(Allium sativum)
Auch eine Pflanze, die ich Euch nicht
groß beschreiben muss, die jeder von Euch aus der eigenen Küche kennt,
sei es als Knolle, Zehe oder Pulver. Den Geruch jedenfalls, vergisst man
nie...
Er gehört zu den Zwiebelgewächsen, auch von manchen liebevoll "Knofi"
oder "Knofel" genannt.

Knoblauch
ist heute in erster Linie als Gewürzpflanze bekannt und in jeder Küche
zu finden. Dass Knoblauch auch eine heilende Wirkung hat, wissen die Wenigsten.
Für
den Mensch:
Knoblauch senkt die Blutfettwerte und beugt somit Sklerose
(Verkalkung) vor. Ebenso wirkt er Blutdrucksenkend, stärkt das
Immunsystem, schützt vor Erkältungen und wirkt krebshemmend. Man sagt
ihm auch eine antibakterielle Wirkung nach sowie Thrombosehemmend
(Blutgerinnsel). Man verwendet die Abkochung für Klistiere bei
Spulwurmbefall (igitt!)
Ein richtiges Allroundtalent eben.
Knoblauch muss für die erwünschte Wirkung
zerdrückt/zerquetscht werden, weil nur durch Zerstörung der Zellwände
Enzyme und Inhaltsstoffe zusammentreffen können und so die heilende
Wirkung einsetzt. Der unangenehme Geruch der nach dem Verzehr auftritt,
kommt von den Abbauprodukten schwefelhaltiger Inhaltsstoffe, die durch die
Verdauung umgewandelt werden und somit diesen Geruch erzeugen.
Für
den Hund:
Hunden (und auch Katzen) gibt man 1x die Woche eine Zehe Knoblauch ins
Futter, um Parasiten vorzubeugen. Der Knoblauchgeruch überdeckt den
Tiergeruch und verhindert so, dass die Zecke den Hund als Wirt
"riechen" kann. Der Zeckenbefall geht unter Gabe von Knoblauch
wesentlich zurück! Auch soll er gegen Darmparasiten vorbeugen, also
Wurmbefall verhindern.
Knoblauch enthält den gleichen
Inhaltsstoff wie die Zwiebel, nämlich N-Propyldisulfid.
Bei einer Aufnahme größerer Mengen von Knoblauch, aber auch bei einer
regelmäßigen Zufütterung kleiner Mengen kann dieser Inhaltsstoff zu
lebensbedrohlicher Anämie führen (die roten Blutkörperchen können
zerstört werden). "KANN!" muss aber nicht!
Im Aberglauben sagt man dem Knoblauch wehrende Kräfte gegen Dämonen
nach. Naja, über Vampire muss ich Euch nix erzählen, oder...??
*gg*

Löwenzahn
(Taraxacum
officinale)
Löwenzahn
ist wohl das Kraut, das ich am Meisten verfüttere weil es a) die Collies
sehr gerne fressen und b) es praktisch überall wächst.
den kennt Ihr doch alle, oder??
Pusteblume?? Na klar!!
Gewächs aus der Familie der Korbblütler. Besitzt eine sehr lange
Pfahlwurzel, gezahnte grüne Blätter und blüht im Frühjahr. Umschreiben
muss ich Euch die Pflanze ja nicht - ihr kennt sie alle.
Finden kann man den Löwenzahn so gut wie überall, auf Wiesen, Feldern,
in Gärten, an Wegen...

Für den Mensch:
verwendet
werden kann, je nach Anwendungsmöglichkeit, die ganze Pflanze, also Blätter,
Stengel, Blüten und Wurzeln. Die Wurzel wird vor allem in der
Pharmaindustrie verwendet, z.B. für homöopathische Diabetesmedikamente,
da sie vermehrt Inulin enthält, aber auch für Galle- oder
Lebermedikamente.
Die Blüten nimmt man z.B. zur Likörherstellung (wirkt verdauungsfördernd
nach dem Essen getrunken) oder als "Dekoration" in Salaten. Sie
sind essbar!
Früher
erzählte man den Kindern, dass sie die hohlen Stängel der Pustblume
nicht in den Mund nehmen dürfen, da diese giftig seien (einige erinnern
sich bestimmt). Das ist wie vieles, was man uns in der Kindheit erzählte,
nicht wahr. Allerdings kann der bittere Milchsaft Unwohlsein hervorrufen
und in der Kleidung gelbe Flecken hinterlassen, die sich durch Waschen
nicht oder nur sehr schwer entfernen lassen!
Ich
persönlich bevorzuge zur Verarbeitung des Löwenzahnes die Blätter.
Junge noch hellgrüne Blätter im Frühling gesammelt ergeben einen
aromatischen und wohlschmeckenden Salat. Das frische Löwenzahnkraut enthält
eine Fülle von Vitaminen (vor allem Vitamin C) und wurde früher zur
Behandlung und Vorbeugung von Skorbut gegeben.
Löwenzahn wirkt galletreibend, verdauungsfördernd und
stoffwechselanregend und ist im Frühling eine Vitaminkur für den Körper.
Für
den Hund: Löwenzahn wirkt bei Tieren gleich wie bei Menschen und
wird roh, kleingeschnitten (die Blätter) unter das Futter gemischt. Meine
Maya frisst Löwenzahn sehr gerne.
Allerdings kann Löwenzahn bei Hunden auch harntreibend wirken - also
nicht wundern, wenn der 4Beiner nach dem Genuss von Löwenzahn zu einer
späten, ungewohnten Zeit noch einmal nach draußen drängt..!

Melisse
(Melissa officinalis) auch Zitronenmelisse genannt.
Kraut aus der Lippenblütlerfamilie.
Wird buschig und stark verästelt, ca. 30-80 cm hoch. Kleine eiförmige Blätter,
zugespitzt mit grob gesägtem Rand. Die Blüten sind weiß mit Farbübergang
in blau, rosa, lila bis gelb. Wenn man ein Blatt abzupft und es zwischen
den Fingern verreibt, so steigt davon ein zitronenartiger, aromatischer
Geruch auf.
Man findet die Melisse auf nährstoffreichen Böden in sonniger und
windgeschützter Lage. Mittlerweile findet man sie kaum noch wild, sie
wird in Gärten angebaut und ist in fast jeder Gärtnerei zu kaufen. Die
Pflanze ist leicht frostempfindlich und sollte im Herbst zurückgeschnitten
und abgedeckt werden, damit sie den Winter gut übersteht. Sie wird heute
auch gerne als Kübel- und Zierpflanze auf Terrassen, Gärten und Balkonen
kultiviert.

Für
den Mensch:
Melisse verwendet man vorwiegend zur Teeherstellung, kann aber auch
kleingeschnitten oder gehackt mit anderen Kräuter z.B. in Blattsalaten
verwendet werden und gibt dort einen zitronenartigen Geschmack, oder zum Würzen
von Sossen oder Aufläufen.
Das Kraut wirkt verdauungsfördernd, nervenberuhigend und windtreibend
(entblähend)
Melissentee sollte vor dem Schlafengehen getrunken werden, denn er macht müde
und wirkt so bei Schlafstörungen. Ideal auch für Kinder mit Einschlafstörungen
oder bei Angst vor dem Zahnarztbesuch...
Sehr schmackhaft ist ein Tee aus frischem Pfefferminz und Melisse, gesüsst
mit Honig und kann nervösen oder unruhigen Kindern bedenkenlos gegeben
werden.
Die Pharmaindustrie verwendet Melisse in Med. zur Nervenberuhigung, äusserlich
in beruhigenden Hautcremes, zur Likör- und Parfumherstellung.
Für
den Hund:
als Kräuterbeimischung gehackt ins Futter, ideal für nervöse Tiere.
Bienen
lieben Melisse mehr als andere Pflanzen.
Imker reiben ihren Bienenstock mit Melissenkraut ein, um zu verhindern,
dass die Bienen auswandern.
Richtig bekannt als Heilpflanze wurde die Melisse erst durch Hildegard von
Bingen, der sie ihren Einzug in die Klostergärten verdankt. H. v. Bingen
pries die Melisse an: "eine Tasse Melissentee vor dem Schlafengehen
getrunken bringe gute Träume"
Im
Aberglauben behauptet man, Melissenblätter auf's Herz gelegt, vertreibe
den Liebeskummer.

Oregano
(Origanum vulgare), auch Wilder
Majoran oder Echter Dost
Gewächs aus der Familie der Lippenblütler. Oregano ist griechisch und
bedeutet: Schmuck der Berge. Die Pflanze wird 20 - 60 cm hoch und blüht
den ganzen Sommer mit blassrosa bis purpur farbenen kleinen Blüten,
seltener auch weiß. Oregano kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum.
Bei uns wächst an Hängen und trockenen Wiesen oft der wilde Majoran oder
Echter Dost, der mit dem Oregano aus dem Mittelmeerraum vergleichbar ist.

Wir kennen Oregano heute als Gewürz und man kann es fast überall als
Trockengewürz kaufen. Es findet viel in der italienischen Küche
Anwendung, z.B. für Nudelgerichte.
Frisches Oregano ist reich an Vitamin C. Ebenso enthält es ätherische
Öle, Gerb- und Bitterstoffe.
Der Volksmund sagt:
geerntet wird die Pflanze am besten 30 Tage nach Mariä Himmelfahrt
(15.8 bis 15.9), zwischen 10 Uhr und 13 Uhr, nachdem der Morgentau
abgetrocknet ist. Der ganze Stängel wird eine Handbreit über dem Boden
abschnitten und zum Trocknen in einem dunklen Zimmer aufgehängt. Nach
dem Trocknen die Blätter vom Stängel streifen und trocken lagern.
Für
den Mensch: die Pflanze hat eine positive Wirkung bei
Verdauungsbeschwerden sowie Erkrankungen der oberen Atemwege. Oreganoöl
hat eine antibiotische Wirkung.
Für
den Hund: krampflösend, stimulierend und harntreibend. Oregano
hilft bei Verdauungsbeschwerden, Durchfall, Blähungen, Erkältungen,
Husten und chronischer Bronchitis, Gicht und Rheuma. Da es treibend wirkt
sollte man es trächtigen Hündinnen nicht verfüttern. Man gibt es
frisch kleingeschnitten unter das Futter, oder das handelsübliche
Streupulver. Ein Abkochsud/Tee kann zum Flockeneinweichen oder
Untermischen genommen werden.
Im Mittelalter sagte man Oregano Fähigkeiten zur Hexenabwehr nach.
Außerdem halte es den Teufel vom Hause fern. Zur Abwehr der bösen
Mächte legte man einen Zweig in den Brautschuh.

Rosmarin
(Rosmarinus officinals)
Immergrünes Gewächs aus der Familie der Lippenblütler. Der buschige und
viel verzweigte Strauch durftet sehr aromatisch. Die Blätter sind hart,
lang und schmal und leicht nach unten gebogen. Die Blüte ist blass blau
und das ganze Jahr über zu sehen. Die Pflanze wächst im Mittelmeerraum
wild und bevorzugt einen sonnigen und trockenen Platz.

Rosmarin wird bei uns vorwiegend als
Zierstrauch in Schalen und im Garten verwendet. Es hat einen intensiv
harzigen, aromatischen Geruch und ist leicht bitter, erinnert etwas an
Eukalyptus. Außerdem verwendet man es in der Parfumherstellung.
Rosmarin enthält diverse ätherische
Öle, Gerbstoff, Flavonoide, Glycolsäure, Bitterstoffe, Saponine, Harz,
des Weiteren noch eine größere Menge an Vitamin C
Für
den Mensch und den Hund: man verwendet es vor Allem in der
südländischen Küche als Gewürz, es passt hervorragend zu
Fleischgerichten. Rosmarin wirkt anregend auf Kreislauf und Nerven und
soll besonders beim so genannten „Altersherz“ durch milde
Unterstützung und Stärkung wirken. Ebenso regt es die
Verdauungsdrüsen an und wirkt somit förderlich auf die Verdauung und
bei Appetitlosigkeit.
Äußerlich angewendet (als Sud,
Tee-Abkochung für Umschläge) wirkt es schmerzstillend und lindernd bei
Rheuma und Arthritis und es lindert bei Insektenstichen.
Rosmarin eignet sich hervorragend zum
Trocknen und ist richtig aufbewahrt lange haltbar.
Fürs
Futter zupft man die harten Blätter ab und schneidet diese fein und
mischt sie dem Futter bei. Oder man verwendet den Abkochsud zum
Flockeneinweichen.
Bei Pflanzen im Garten und Haus ist der Abkochsud (Tee)
wirksam gegen verschiedene Pilze. Tee kochen, kalt werden lassen, in
eine Zerstäuber füllen und die pilzbefallene Pflanze damit
einsprühen. Mehrere Tage wiederholen.

Salbei
(Salvia officinalis)
eines meiner Lieblingskräuter, das ich besonders mag
Gewächs aus der Familie der Lippenblütler und ein kosmopolites
Pflänzchen, das man auf der ganzen Welt finden kann, in verschiedenen
Unterarten. Bekannt sind heute um die 920 Arten. Salvia officinalis ist
der Heilsalbei. Der Name Salbei kommt von dem lateinischen Wort salvare
= heilen.

Viele Salbeiarten sind robust und
blühen leuchtend blau (siehe Bild), man findet sie daher oft als
Zierpflanze in Gartenanlagen. Salbei ist ein kleiner Strauch mit
länglichen Blättern, je nach Art schmaler, breiter oder großlappig.

Für
den Mensch: interessant für die Herstellung von Kräutertees sind
z.B. auch die Sorten Muskatellersalbei, Ananassalbei oder der
Fruchtsalbei, die sehr geschmacksintensiv und aromatisch sind.
Salbei schmeckt würzig, aromatisch
und bitter.
Salbei ist das Kraut Nr. 1 bei
Halsschmerzen, sei es als lindernder Tee oder zum Gurgeln. 1 Essl. Honig
unterstützt diese Wirkung noch. Salbei wirkt adstringierend (das heißt
"zusammenziehend", es zieht die Mundschleimhäute zusammen und
gibt einen "austrocknenden Effekt")
Man verwendet es als Würzpflanze
(die Blätter ganz, gezupft oder kleingeschnitten), vor allem für Fisch
und Fleisch und vorwiegend für sehr fette Speisen, denn er fördert die
Bekömmlichkeit schwerer Kost. Er gehört zu den wenigen Kräutern, die
sich auch getrocknet gut und lange verwenden lassen.
In der Naturheilkunde verwendet man
den Salbei bei akutem Fieber, Harnwegsleiden, Koliken, Erkältungen und
Zahnschmerzen, man sagt ihm auch eine desinfizierende und
konservierende Wirkung nach. Bekannt ist, dass Salbei bakterien- und
entzündungshemmend wirkt.
Salbei
gehört zu den Pflanzen, die man nicht über längere Zeit in hoher
Dosis einnehmen sollte.
Noch erwähnen möchte ich, dass
Salbei schweißhemmend wirkt und im Sommer als Tee getrunken das
Schwitzen etwas eindämmen kann. Stillende Mütter sollten ab und zu 1-2
Tassen Salbeitee trinken, um einen Milchstau oder übermäßigen
Milchfluss zu behandeln.
Für
den Hund: auch hier wirkt Salbei bakterien- und entzündungshemmend
und hilft heilungsfördernd bei Blähungen, Darmentzündungen, Durchfall
und Magenentzündungen. Man gibt ihn hier am besten als Tee zum Futter
oder wenn es der Hund mag (weil bitter) als Trinkwasser. Blätter
häckseln und ins Futter geben geht auch, egal ob frisch oder
getrocknet.
Salbei-Tee
stoppt die Milchproduktion. Keine großen Mengen über einen längeren
Zeitraum verfüttern!

Spitzwegerich
(Plantago lanceolata)
Gewächs aus der Familie der Wegeriche mit kurzer Wurzel und einer Rosette
aus langen, streifennervigen Blättern, die 10-50 cm hoch werden können.
Die Blüten sind weißlich gelb und zu einer walzenartigen Ähre
zusammengefasst.
Finden kann man den Spitzwegerich auf Wiesen und Feldern und an Wegrändern.

Der
nächste Verwandte, der auch bei uns sehr verbreitet ist, ist der
Breitwegerich (Plantago major)
oder Großer Wegerich:

Für
den Mensch:
das Kraut ist geschmacksneutral bis leicht bitter.
Beide Pflanzen sind sich in der Wirkungsweise sehr ähnlich.
äußerlich angewendet (Saft oder Brei der Blätter) wirken beide entzündungshemmend
und blutstillend.
Als Tee verwendet man die Blätter,
die man
vor der ersten Blüte sammeln
sollte, da die Pflanze in der Blütenzeit ein leichtes Gift beinhaltet.
Der Aufguss wirkt bei Erkrankungen der Atemorgane (ideal bei Erkältungen
/ Sommergrippe!) und durch die enthaltenen Gerbstoffe lindernd bei Galle-
und Leberleiden.
Für
den Hund:
verwendet werden die Blätter, kleingeschnitten als Futterzusatz. Zur
Unterstützung der Verdauung ideal zusammen mit Beinwell und Löwenzahn.

Schafgarbe
(Achillea
millefolium)
aromatisches Kraut aus der Familie der Korbblütler. Bildet 20-60 cm hohe Stängel mit weißen bis rosa Blüten, die scheibenförmig am oberen Ende des
Stängels angeordnet sind. Die Pflanze ist hart und zäh, die Blätter sind
seitlich am Stängel angeordnet und "federartig".
Finden kann man die Schargarbe an Wegrändern, zwischen Feldern und auf
trockenen Wiesen und Waldlichtungen.

Für den
Mensch:
gesammelt wird zur
Teeherstellung die Blütenscheibe und das obere Drittel des Stängels. Der untere
Teil ist holzig und somit nicht gut zu verwerten. Auch die federartigen Blätter
können verwendet werden. Ein Tee aus Schafgarbe schmeckt aromatisch, aber
leicht bitter. Schafgarbe enthält viele div. ätherische Öle und andere
Substanzen, die entzündungshemmend wirken (in der Pharmakologie wird Schafgarbe
zur äußeren Anwendung diesbezüglich verarbeitet)
Außerdem wirkt sie
nervenberuhigend. Ein Tee aus Schafgarbe macht müde und ist bei Einschlafstörungen
hilfreich. Ebenso regt sie den Stoffwechsel an. Eine Abkochung (Tee) des Krautes
dient als Gurgelwasser zur Heilungsunterstützung bei Entzündungen im
Mund-Rachenraum. Meist wird die Schafgarbe in der Homöopathie als Beimischung
zu Kräutertees verwendet, zusammen mit Melisse, Johanniskraut und Taubnessel.
Für
den Hund:
Blätter der Schafgarbe können
feingeschnitten oder gehackt unter das Futter gegeben werden. Blüten würde ich
nicht füttern, davon nur den Abguss (Tee). Schafgarbe beruhigt die Nerven und
kann bei Anspannung hilfreich sein.
Allerdings ist darauf zu achten (bei Mensch und Tier), dass die Schafgarbe
nicht
regelmäßig und nicht in großen Mengen gegeben wird, da sie in größeren
Mengen verabreicht, durch die vielen ätherischen Anteile, giftig wirken kann.

Scharbockskraut (Ranunculus
ficaria)
Das Scharbockskraut, auch Feigwurz
genannt, ist ein Frühlingsblüher und gehört zu den
Hahnenfußgewächsen. Im Frühjahr ist das Scharbockskraut eines der
ersten Pflanzen die erwachen und das erste Grün über den Boden ziehen.
Man findet die kleinen hellgrün-glänzenden, herzförmigen
Blättchen, die knapp über dem Boden stehen, meist an Bachrainen und
Wegrändern. Die Pflanze sucht feuchte Wiesen und lichte Laubwälder.
Auffällig sind die kleinen gelben Blüten, die zwischen den Blättern
hervorleuchten.

Scharbockskraut
ist in sehr großen Mengen genossen giftig!
Jedoch ist diese Giftigkeit in der Intensität saisonabhängig: die
Pflanze enthält Protoanemonin, einen cyklischen Kohlenwasserstoff. Mit
Ausbildung der Blüten nimmt der Gehalt an Protoanemonin zu und die
Pflanze sollte nicht mehr verzehrt werden. Doch vor der ersten Blüte ist
das Scharbockskraut ein sehr guter Vitamin-C Spender und
wird von vielen Kräuterkundigen kurweise im Frühjahr konsumiert (auch
von mir!).

Für den Mensch:
Scharbockskraut wird kurweise im Frühjahr
vor der ersten Blüte als
Salat gegessen. Geerntet wird es wie Feldsalat; mit dem Messer über dem
Boden abgeschnitten. Gegessen werden die Blätter. Schmeckt wirklich total
lecker - ähnlich wie Feldsalat.
Für den Hund:
Scharbockskraut kann klein geschnitten unter das Futter gegeben werden
(auch hier gilt die Regel: wenn's blüht isses vorbei!) Unsere Maya frisst
es sehr gerne, sie bekommt es im Frühjahr 1-2x die Woche.
Ratsam ist es mehr Scharbockskraut zu ernten, zu pürieren und
einzugefrieren (siehe unten: Tipps). Dann hat man wochenlang die
Möglichkeit es zuzufüttern ;o)

Taubnessel,
weiße (Lamium album)
Ausdauerndes, behaartes Kraut aus der
Lippenblütler-Familie. Die Pflanze sieht unserer Brennnessel sehr
ähnlich, hat jedoch keine Nesselzellen. Die Pflanze wird zwischen 20-40
cm hoch, der Stängel ist 4kantig. Die weißen Lippenblüten stehen in
einem Kranz um den Stil und riechen honigartig (was sie für die Bienen
und alle Nektarsammler sehr begehrenswert macht). Finden kann man die
Taubnessel hauptsächlich an Wegen, Mauern und Zäunen.
Gesammelt werden die Blätter und die Blüten, die man ausgebreitet
gut trocknen und dann dunkel und luftdicht aufbewahren kann.

Für den Mensch:
Die Taubnessel ist entzündungshemmend und wird als Aufguss zum
Gurgeln bei Entzündungen im Mundraum verwendet. Außerdem wirkt sie
stoffwechselanregend und nervenstärkend. In der Kräutermedizin nutzt man
die Taubnessel hauptsächlich in Kräutermischungen für Aufgüsse zur
Behandlung schlecht heilender Wunden und lindernden Umschlägen.
Früher verwendete man den Auszug aus
der Wurzel zum Gelbfärben der Haare. Die Taubnessel war also das erste
Blondiermittel ;o)
Für den Hund:
klein gehackt ins Futter zum Anregen des Stoffwechsels und zur
Nervenstärkung. Am Besten eignen sich hier die zarten Pflanzenspitzen
(wie auf dem Bild oben zu sehen).
Es gibt die Taubnessel auch in den Blütenfarben rosa oder gelblich.
Gesammelt wird aber nur die Weiße.

Brenn(n)essel,
große (Urtica dioica)
Ausdauerndes Kraut aus der Familie der
Brennnesselgewächse (Urticaceae). Die 30 - 180 cm große Stängel tragen
längliche, zugespitzte Blätter mit gesägtem Rand. Die Blüten sind
grün und unscheinbar und hängen in langen Ripsen vom Stängel.
Stängel und Blätter sind mit giftigen Brennhaaren besetzt. Diese weisen
an der Spitze eine winzige Nadel auf, die bei Berührung abbricht. Dort
tritt dann das Gift aus, das brennende Schmerzen verursacht. Weidetiere
wissen das und halten von sich aus respektvollen Abstand zur Pflanze.

Die Brennnessel wird seit rund 100 Jahren hauptsächlich als
Faserpflanze kultiviert, zur Herstellung von Zellstoff und Nesselgeweben,
z.B. zur Fertigung von Rucksäcken.
Die Pflanze enthält sehr viel Kieselsäure, Vitamin-C,
Ameisensäure, Gerbstoffe und Provitamin A und ist daher für den
Verzehr wertvoll. Durch kurzes Überbrühen mit heißem Wasser
werden die Nesselzellen zerstört und die Pflanze ist
"ungefährlich".
Für den Mensch:
Gesammelt werden die 3 oberen Blattpaare, also die Triebspitzen. Klein
geschnitten ergeben sie gekocht ein spinatähnliches Gemüse. Die
Brennnessel wirkt lindernd bei rheumatischen Erkrankungen Gicht und
Anämie. Außerdem hilft sie regulierend bei Stoffwechselstörungen. Der
hohe Gehalt an Kieselsäure wirkt positiv bei Problemen mit Nägeln und
Haaren. Waschungen mit Abkochsud soll den Haarwuchs positiv beeinflussen.
Frische Blätter kann man auch gut zu anderen Kräutern als Tee
beimischen.
Für den Hund:
man kann den Aufguss (Tee) ins Futter geben, z.B. zum Einweichen der
Flocken. Wirkt positiv auf das Fell.
Gesammelt werden fürs Futter auch die Triebspitzen. Diese kurz heiß
überbrüht und dann mit anderen Kräutern klein gehäckselt, als Beimischung verfüttert.
Wirkt auch hier, regelmäßig beigemischt, lindernd auf rheumatische
Erkrankungen und fördert die Bildung roter Blutkörperchen.

Petersilie
(Petroselinum crispum) auch Peterle,
Bittersilche, Grönte, Kräutel oder Peterling.
Wer kennt ihn nicht, den Duft
dieser Pflanze?? Ganz typisch - den vergisst man nie mehr.
Der Duft kommt übrigens von
ätherischen Ölen. Aussedem enthält das Peterle noch viele Vitamine
und Eisen, Kalzium und Kalium. Die Pflanze gehört zu den
Doldengewächsen und gibt es in verschiedenen Arten, die alle Anwendung
in der Küche finden (z.B. Krause-, Glattblättrige- oder
Wurzelpetersilie)

Für Mensch und Hund:
Petersilie wird einfach abgezupft, zerrupft oder fein geschnitten
übers Essen oder Futter gegeben. Man kann Blätter und Stängel
verwenden. Sie kann eingefroren werden und so lange verwendet werden.
Petersilie wirkt entwässernd und findet Anwendung bei Blähungen,
Nierengrieß, Harnwegsentzündungen, Blasenschwäche, Eisenmangel sowie
Krebs (vorbeugend und therapieunterstützend).
Zerquetschte Petersilie soll
aufgelegt bei Mückenstichen und Geschwüren Linderung bringen.
Der Umgang mit Petersilie sollte bedacht werden, denn
auch diese Pflanze sollte nicht "zuviel" und auch nicht
regelmäßig gegessen/verfüttert werden, da es bei Überdosierung zu
Nierenreizungen kommen kann. Und noch was: der Samen der Petersilie ist
giftig!

Walderdbeere
(Fragaria vesca)
Die Walderdbeere gehört zu den
Rosengewächsen. Sie ist kleiner als unsere Gartenerdbeere und wird 5 -
20 cm hoch. Aus den kleinen weißen Blüten werden leuchtend rote, ca.
erbsengroße Erdbeerchen, die sehr aromatisch schmecken.
Man findet die Walderdbeere an
sonnigen Plätzen, in lichten Wäldern und buschigen Hängen.

die Walderdbeere ist reich an Vitaminen und Mineralien (im Gegensatz zu
unserer kultivierten Gartenerdbeere, die wesentlich weniger davon
enthält), u.a. Vitamin C bis 50 mg/100g, Vitamin A, Vitamin E,
Vitamin K, Biotin, Kalium, Magnesium, Kalzium, Phosphor, Natrium.
Für den Mensch:
gegessen werden kann die Frucht. Aus den Blättern lässt sich ein
aromatischer Tee herstellen (man sammelt die jungen Blätter, die alten
sind bitter), der stoffwechselanregend ist und bei Nervosität und
Blutarmut hilfreich ist. Ideal ist hier die Mischung Erdbeer-, Himbeer-
und Brombeerblätter.
Ferner hilft sie bei Magen- und Darmkatarrh, bei Erkrankungen der
Harnwege und bei Haemorrhoiden.
Für
den Hund:
verfüttert werden die jungen Blätter (gehäckselt, fein
geschnitten) sowie die Früchte. Man kann auch zum Einweichen der
Flocken den Sud (Tee) aus den Blättern verwenden. Wirkt auch beim Tier
stoffwechselanregend, bei Leber- und Gallenleiden, Magen- und Darmstörungen,
Herzbeschwerden, Blutarmut, als allgemeines Stärkungsmittel, gegen
Rheuma und Gicht und bei Bronchitis.

Frauenmantel
(Alchemilla vulgaris)
Kahle, bis silbrig behaarte
Krautpflanze aus der Familie der Rosengewächse. Aus einem stark
verholzten Wurzelstock ragen auf langen Stielen fächerförmig gelappte
Blätter hervor. Die Pflanze wird 10-50 cm hoch. Die Blüte ist
unscheinbar grün bis gelblich. Morgens sammelt sich ein Tropfen Tau in
der Mitte jeden Blattes, sodass es aussieht als läge in jedem Blatt eine
kleine Perle.
Die Pflanze mag feuchten Boden. Finden
kann man sie deshalb an Bächen und auf feuchten Wiesen.

Für den Mensch: die Blätter werden zu Tee gekocht. Dieser wirkt
bei Frauenleiden und Menstruationsbeschwerden, auch bei Durchfall.
Äusserlich für Waschungen und Umschläge bei Geschwüren.
Für den Hund: die Blätter fein geschnitten oder den Abkochsud
(Tee) zum Flocken einweichen oder einfach über das Futter. Frauenmantel
soll die Gebärmutter stärken und gegen Schmerzen wirken. Man gibt
es auch bei akutem Durchfall.
Da der Frauenmantel eher zu den Heilkräutern zählt
sollte er keinenfalls regelmässig verfüttert werden, eher nur im akuten
Fall, zur Heilungsunterstützung oder als Kur für wenige Tage.

Vogelmiere (Stellaria
media)
kosmopolites Pflänzchen das kriechend
über dem Boden meist ganze "Rasenkissen" bildet. Kleine,
fleischige, eiförmig-spitze Blättchen säumen den 2-40 cm langen
Stängel. Unten wachsende Blätter sind meist wenig gestielt, oben
wachsende sitzen direkt am Stängel. Die Vogelmiere gehört zu den
Nelkengewächsen und besitzt kleine weiße Blüten.
Finden kann man sie praktisch überall:
auf Wiesen, in Wäldern, an Ufern...

Die Vogelmiere besitzt einen
polyploiden Chromosomensatz (hat mehrere Chromosomensätze in einer Zelle)
und ist deshalb sehr anpassungsfähig und ist deshalb über den ganzen
Erdball verstreut zu finden (kosmopolit). Dieser Fähigkeit hat sie wohl
den Ruf des Unkrautes zu verdanken und wird von Gartenbesitzern nicht
gerne gesehen.
Für den Mensch: Man isst die Vogelmiere als Salat, die ganze
Pflanze mit Blüten, Stängel und Blättern. Sie schmeckt ähnlich wie
junger Mais. Bereits 50 Gramm Vogelmieresalat deckt den Vitamin-C-Bedarf
eines Erwachsenen. Sie hat eine schmerzstillende Wirkung und wird bei
Rheumaerkrankungen und Gelenkschmerzen gegeben. In Frankreich kocht man
die Vogelmiere wie Spinat, sie ist dort ein beliebtes Gemüse.
Für den Hund: gleiche Wirksamkeit wie beim Menschen. Wichtig auch
hier als natürlicher Vitamin-C-Lieferant und die schmerzstillende
Wirkung bei Gelenk- und Rheumaschmerzen.

Wegwarte (Cichorium
intybus)
auch Zichorie genannt, gehört zu den
Korbblütlern. Harte, sparrige Pflanze, bis zu 1-1,50 m hoch werdend. Wenige
fiederförmige Blätter sitzen spärlich verteilt an dem reich verzweigten
Stängel. Auffallend sind die leuchtend hellblauen Blüten, die nur bei hellem
Sonnenschein geöffnet sind. Man findet sie über ganz Europa verteilt, in
Westasien und teilweise in Afrika. Sie liebt trockenen Boden und wächst
vorwiegend an Weg- und Feldrändern.
Gesammelt werden die Blüten und die
Blätter; für medizinische Zwecke auch die Wurzeln. Sie enthält
Bitterstoffe, Gerbstoffe und Cholin. Sie schmeckt leicht bitter.
Endivie und Chicoree gehören zur Familie

Für
den Mensch: eine Abkochung aus Blättern und Wurzeln verwendet man bei
Appetitlosigkeit, zur Linderung von Magen-, Milz-, Darm- und
Lebererkrankungen. Waschungen mit Abkochsud werden zur allgemeinen Reinigung
bei Hautkrankheiten und Ekzemen angewendet.
Aus den getrockneten und gerösteten Wurzeln stellten die Menschen in
Kriegszeiten und anderen Zeiten der Not einen Kaffee-Ersatz her (bei uns
nannte man diesen "Muckefugg").
Für
den Hund: Blätter und Blüten können gehäckselt oder als Abkochsud
unter das Futter gegeben werden und helfen bei Appetitlosigkeit und
Verdauungsunterstützend.
Eine gute Mischung zur Unterstützung bei
Verdauungsproblemen:
Wegwarte / Löwenzahn / Pfefferminz

Bei Fragen bitte mailen: