Vorwort :
 
bitte lesen! 

die Kräuter (Wildpflanzen, Heilkräuter), die ich hier vorstelle eignen sich zum Verzehr für Tier und Mensch. Jedoch weise ich ausdrücklich darauf hin, dass diese Aufzeichnungen keine Sammelanleitungen sind. Das Sammeln dieser Kräuter setzt das Kennen der Pflanze voraus. Unbedachtes Verfüttern kann zu Vergiftungen führen, sollte man die falsche Pflanze gesammelt haben. Kräuter sehen sich oft sehr ähnlich, haben aber verschiedene Wirkungsweisen und Gifte! Also bitte nicht einfach drauf los sammeln!!

Es gibt eigentlich in jedem Ort/Stadt eine Möglichkeit an Kräuterwanderungen teilzunehmen (Auskunft über VHS oder die zuständige Forstbehörde, Gemeinde oder Stadtverwaltung), wo man das Sammeln und den Umgang mit den Pflanzen erlernen kann.

Diese Aufzeichnungen beinhalten meine eigenen Erfahrungen und mein Wissen und sind nicht rechtlich "Allgemeingültig". Ich gebe hier nur das weiter, was ich mir in vielen Jahren an Wissen angeeignet habe. Viele Beschreibungen und Texte stammen in ähnlicher Form aus dem Buch "Lexikon der Heilpflanzen", Lingen-Verlag, das mir immer als Orientierungshilfe gedient hat. 

Diese Berichte ersetzen nicht den Besuch bei einem Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!

Sammeln:                Wurzel          Frucht          Blüte           Blatt            Herba* 
                                                                  *junger, unverholzter Trieb mit Blättern, Blüten und Stängel

 

 
Basilikum 
 
Beinwell  
 
Borretsch 
 
Brenn(n)essel 
 
Frauenmantel
 
 
Gänseblümchen
 
Knoblauch
 
Löwenzahn 
 
Melisse 
 
Oregano
 
 
Petersilie 
 
Rosmarin
 
Salbei
 
 
Spitzwegerich 
 
Schafgarbe 

Scharbockskraut
 
Taubnessel
 
Vogelmiere
 
Walderdbeere

Wegwarte  

 

 

Basilikum (Ocimum basilicum / Herba basilica)  

    

einjährige Pflanze der Lippenblütler-Familie, die wahrscheinlich ihren Ursprung auf dem afrikanischen Kontinent hat. Heute jedoch im asiatischen Raum weit verbreitet. Unser Basilikum jedoch stammt aus dem Mittelmeerraum, man kann es frisch im Topf in vielen Läden kaufen. Die Pflanze wächst buschig, bis zu 40 cm hoch mit kurzstieligen, eiförmigen, dunkelgrünen Blättern.

Basilikum enthält u.A. Gerbstoffe, Flavonoide, Kalzium und ätherisches Öl. Jedoch auch Estragol (dem man bei Dauereinnahme eine krebserregende Wirkung nachsagt), weshalb man es nicht kontinuierlich essen soll.
 

Für den Mensch: Basilikum findet bei uns als Gewürzpflanze Anwendung, vor allem für die italienische Küche. Man verwendet dafür die Blätter, die man am besten nur groß zerrupft und dem Essen beimischt.

Basilikum wird bei Erkrankungen der Harnorgane, bei Darmentzündungen, Magenkrämpfen, Erbrechen, Blähungen, Verstopfung und Migräne angewendet.

Für den Hund: klein gehäckselt ins Futter fördert die Verdauung in Magen und Darm, regt die Nieren an und wirkt Entblähend. Auch beim Tier nur sporadisch geben.

 

Beinwell (Symphytum officinale) auch: Comfrey, Commonfrey, Wallwurz
m.E. eines der wichtigsten Kräuter das in keiner Küche fehlen sollte

Gewächs aus der Borretsch-Familie, große, harte, rau - haarige Blätter und Stängel, zw. 50-100cm hoch werdend.
Liebt feuchte Standorte, meist zu finden auf Wiesen, Ufern und an Bachrainen oder an Ackerrändern. 
Hat kleine, nebeneinander angeordnete Blüten, von dunkellila über blau, bis hin zu weiß sind alle Farbschattierungen der Blüte möglich.

Für den Mensch:
gesammelt werden die Blätter zum Beimischen in die Nahrung (kleingehackt in den Salat, in Soßen... geschmacksneutral) oder zum Trocknen und Herstellen von Tee (aber nur als Beigemisch zu aromatischen Heiltees), die Wurzel zur Herstellung von Salben.
Beinwell muss trocken und dunkel gelagert werden, da es leicht verdirbt. Deshalb ist die Anwendung des frischen Krautes am Besten.

Für den Hund:
hier verwendet man das frische Kraut (die Blätter), feingehackt, als Nahrungszusatz in das Futter.

Beinwell wirkt bei Mensch und Tier regenerierend und krebshemmend. Es fördert die Neubildung von Gewebezellen und hat eine "knochenbildende" Wirkung. Deshalb machte man früher mit Beinwell (daher der Name) bei Knochenbrüchen Umschläge aus geschabter Wurzel und zerriebenen Blättern.

Tipp: eine gute Salbe für den Hausgebrauch stellt die Engel-Apotheke in Fulda her (kann man in jeder Apotheke bestellen) Diese "Commonfrey-Salbe" ist ohne Zusatz von chemischen Stoffen und kann bei Erwachsenen, Kind und Tier gleichermaßen angewandt werden, zur Linderung von Verletzungen, Quetschungen und Prellungen, bei blauen Flecken und schlecht heilenden Wunden. EMPFEHLENSWERT!! und sollte in keiner Hausapotheke, wo Kinder und Tiere in der Familie leben, fehlen!

 

Borretsch (Borago officinalis)

 

Borretsch  gehört zwar zur selben Pflanzenfamilie wie das Comfrey (Beinwell) hat aber eine etwas andere Zusammensetzung der ätherischen Öle und Substanzen und wirkt somit auch anders.
Borretsch (auch Gurkenkraut) ist eine Gewürzpflanze, die man zum Beimischen als Geschmacksverstärker nimmt. Die Blüten hat man früher "zur Zierde" über Salate gegeben. Die jungen Blätter der Pflanze kann man zu Salat verwenden (schmeckt ähnlich wie Gurke) oder spinatähnlich als Gemüse zubereiten.

Für Mensch und Hund:
Borretsch wirkt äusserlich entzündungshemmend und wird als Aufguss verwendet zur 
Behandlung von schlecht heilenden Wunden oder Geschwüren. Innerlich angewendet wirkt er unterstützend bei Erkrankungen der Atemwege und Harnorgane. Früher stellte man daraus sog. "Medizinalweine" (alkoholisches Destillat) her, die fiebersenkend, innerlich kühlend und nervenberuhigend wirken.

 

Gänseblümchen (Bellis perennis)

gehört zu den Korbblütengewächse, wird auch Augenblümchen, Himmelsblume, Maiblume, Marienblümchen, Maßliebchen, Mondscheinblume, Morgenblume, Osterblume, Regenblume, Sonnenblümchen und Tausendschön genannt.

Beschreiben muss ich Euch das Blümlein wohl nicht, wir kennen es alle und dass man es überall finden kann wo auch Gras wächst, das wisst ihr auch alle, oder?? *gg*

Gesammelt werden die grünen Blätter und die Blüten (am besten die zarten, die sich gerade öffnen), die man prima in Salate mischen kann. Schmeckt gut und sieht toll aus! Gibt einen leicht nußigen Geschmack, der durch Zugabe von Walnussöl noch verfeinert werden kann.

Für Mensch und Hund:
Das Gänseblümchen hat eine blutreinigende Wirkung und wird in der Homöopathie z.B. bei Leberleiden eingesetzt. Äußerlich angewendet wirkt es heilungsfördernd bei schwer heilenden Wunden.

Dem Tier mischt man Blüten und Blätter klein gehackt unters Futter.

Komischerweise sagt man dem kleinen weiß-gelben Blütchen im Volksmund nach, dass es giftig sei. Wohl wieder so ein Mütter-Spruch um die Kinder davon abzuhalten, die Blüten von der Wiese zu essen... Nein, Gänseblümchen sind nicht giftig. Manche Menschen machen mit der Pflanze ein Frühjahrskur und essen die ersten Blüten und Blätter täglich in Massen, da dies die Abwehrkräfte stärken soll.

Ehrlich gesagt, ich habe noch nie gehört, dass jemand an einer Gänseblümchenüberdosierung gestorben ist... *gg*

Es gibt jedoch tatsächlich Pflanzen, die nach oder während der ersten Blüte Giftstoffe entwickeln, wie z.B. das Scharbockskraut oder auch die Wegeriche.  Das Gänseblümchen jedoch gehört sicherlich nicht zu den Giftpflanzen.

 

Knoblauch (Allium sativum)

 

Auch eine Pflanze, die ich Euch nicht groß beschreiben muss, die jeder von Euch aus der eigenen Küche kennt, sei es als Knolle, Zehe oder Pulver. Den Geruch jedenfalls, vergisst man nie...
Er gehört zu den Zwiebelgewächsen, auch von manchen liebevoll "Knofi" oder "Knofel" genannt.

Knoblauch ist heute in erster Linie als Gewürzpflanze bekannt und in jeder Küche zu finden. Dass Knoblauch auch eine heilende Wirkung hat, wissen die Wenigsten.

Für den Mensch: 
Knoblauch senkt die Blutfettwerte und beugt somit Sklerose (Verkalkung) vor. Ebenso wirkt er Blutdrucksenkend, stärkt das Immunsystem, schützt vor Erkältungen und wirkt krebshemmend. Man sagt ihm auch eine antibakterielle Wirkung nach sowie Thrombosehemmend (Blutgerinnsel). Man verwendet die Abkochung für Klistiere bei Spulwurmbefall (igitt!)  
Ein richtiges Allroundtalent eben.

Knoblauch muss für die erwünschte Wirkung zerdrückt/zerquetscht werden, weil nur durch Zerstörung der Zellwände Enzyme und Inhaltsstoffe zusammentreffen können und so die heilende Wirkung einsetzt. Der unangenehme Geruch der nach dem Verzehr auftritt, kommt von den Abbauprodukten schwefelhaltiger Inhaltsstoffe, die durch die Verdauung umgewandelt werden und somit diesen Geruch erzeugen. 


Für den Hund:
Hunden (und auch Katzen) gibt man 1x die Woche eine Zehe Knoblauch ins Futter, um Parasiten vorzubeugen. Der Knoblauchgeruch überdeckt den Tiergeruch und verhindert so, dass die Zecke den Hund als Wirt "riechen" kann. Der Zeckenbefall geht unter Gabe von Knoblauch wesentlich zurück! Auch soll er gegen Darmparasiten vorbeugen, also Wurmbefall verhindern.

Knoblauch enthält den gleichen Inhaltsstoff wie die Zwiebel, nämlich  N-Propyldisulfid.
Bei einer Aufnahme größerer Mengen von Knoblauch, aber auch bei einer regelmäßigen Zufütterung kleiner Mengen kann dieser Inhaltsstoff zu lebensbedrohlicher Anämie führen (die roten Blutkörperchen können zerstört werden). "KANN!" muss aber nicht!
 

Im Aberglauben sagt man dem Knoblauch wehrende Kräfte gegen Dämonen nach. Naja, über Vampire muss ich Euch nix erzählen, oder...?? *gg*

 

Löwenzahn (Taraxacum officinale)

Löwenzahn ist wohl das Kraut, das ich am Meisten verfüttere weil es a) die Collies sehr gerne fressen und b) es praktisch überall wächst. 

  

den kennt Ihr doch alle, oder?? Pusteblume?? Na klar!!

Gewächs aus der Familie der Korbblütler. Besitzt eine sehr lange Pfahlwurzel, gezahnte grüne Blätter und blüht im Frühjahr. Umschreiben muss ich Euch die Pflanze ja nicht - ihr kennt sie alle.
Finden kann man den Löwenzahn so gut wie überall, auf Wiesen, Feldern, in Gärten, an Wegen...

Für den Mensch:  
verwendet werden kann, je nach Anwendungsmöglichkeit, die ganze Pflanze, also Blätter, Stengel, Blüten und Wurzeln. Die Wurzel wird vor allem in der Pharmaindustrie verwendet, z.B. für homöopathische Diabetesmedikamente, da sie vermehrt Inulin enthält, aber auch für Galle- oder Lebermedikamente.
Die Blüten nimmt man z.B. zur Likörherstellung (wirkt verdauungsfördernd nach dem Essen getrunken) oder als "Dekoration" in Salaten. Sie sind essbar!

Früher erzählte man den Kindern, dass sie die hohlen Stängel der Pustblume nicht in den Mund nehmen dürfen, da diese giftig seien (einige erinnern sich bestimmt). Das ist wie vieles, was man uns in der Kindheit erzählte, nicht wahr. Allerdings kann der bittere Milchsaft Unwohlsein hervorrufen und in der Kleidung gelbe Flecken hinterlassen, die sich durch Waschen nicht oder nur sehr schwer entfernen lassen! 

Ich persönlich bevorzuge zur Verarbeitung des Löwenzahnes die Blätter. Junge noch hellgrüne Blätter im Frühling gesammelt ergeben einen aromatischen und wohlschmeckenden Salat. Das frische Löwenzahnkraut enthält eine Fülle von Vitaminen (vor allem Vitamin C) und wurde früher zur Behandlung und Vorbeugung von Skorbut gegeben.

Löwenzahn wirkt galletreibend, verdauungsfördernd und stoffwechselanregend und ist im Frühling eine Vitaminkur für den Körper.

Für den Hund: Löwenzahn wirkt bei Tieren gleich wie bei Menschen und wird roh, kleingeschnitten (die Blätter) unter das Futter gemischt. Meine Maya frisst Löwenzahn sehr gerne.
Allerdings kann Löwenzahn bei Hunden auch harntreibend wirken - also nicht wundern, wenn der 4Beiner nach dem Genuss von Löwenzahn zu einer späten, ungewohnten Zeit noch einmal nach draußen drängt..!

 

Melisse (Melissa officinalis) auch Zitronenmelisse genannt.

 

Kraut aus der Lippenblütlerfamilie. Wird buschig und stark verästelt, ca. 30-80 cm hoch. Kleine eiförmige Blätter, zugespitzt mit grob gesägtem Rand. Die Blüten sind weiß mit Farbübergang in blau, rosa, lila bis gelb. Wenn man ein Blatt abzupft und es zwischen den Fingern verreibt, so steigt davon ein zitronenartiger, aromatischer Geruch auf.

Man findet die Melisse auf nährstoffreichen Böden in sonniger und windgeschützter Lage. Mittlerweile findet man sie kaum noch wild, sie wird in Gärten angebaut und ist in fast jeder Gärtnerei zu kaufen. Die Pflanze ist leicht frostempfindlich und sollte im Herbst zurückgeschnitten und abgedeckt werden, damit sie den Winter gut übersteht. Sie wird heute auch gerne als Kübel- und Zierpflanze auf Terrassen, Gärten und Balkonen kultiviert.

Für den Mensch:
Melisse verwendet man vorwiegend zur Teeherstellung, kann aber auch kleingeschnitten oder gehackt mit anderen Kräuter z.B. in Blattsalaten verwendet werden und gibt dort einen zitronenartigen Geschmack, oder zum Würzen von Sossen oder Aufläufen.
Das Kraut wirkt verdauungsfördernd, nervenberuhigend und windtreibend (entblähend)
Melissentee sollte vor dem Schlafengehen getrunken werden, denn er macht müde und wirkt so bei Schlafstörungen. Ideal auch für Kinder mit Einschlafstörungen oder bei Angst vor dem Zahnarztbesuch...
Sehr schmackhaft ist ein Tee aus frischem Pfefferminz und Melisse, gesüsst mit Honig und kann nervösen oder unruhigen Kindern bedenkenlos gegeben werden.

Die Pharmaindustrie verwendet Melisse in Med. zur Nervenberuhigung, äusserlich in beruhigenden Hautcremes, zur Likör- und Parfumherstellung.

Für den Hund:
als Kräuterbeimischung gehackt ins Futter, ideal für nervöse Tiere.

Bienen lieben Melisse mehr als andere Pflanzen.   Imker reiben ihren Bienenstock mit Melissenkraut ein, um zu verhindern, dass die Bienen auswandern.

Richtig bekannt als Heilpflanze wurde die Melisse erst durch Hildegard von Bingen, der sie ihren Einzug in die Klostergärten verdankt. H. v. Bingen pries die Melisse an: "eine Tasse Melissentee vor dem Schlafengehen getrunken bringe gute Träume"

Im Aberglauben behauptet man, Melissenblätter auf's Herz gelegt, vertreibe den Liebeskummer.

 

Oregano (Origanum vulgare), auch Wilder Majoran oder Echter Dost

 

Gewächs aus der Familie der Lippenblütler. Oregano ist griechisch und bedeutet: Schmuck der Berge. Die Pflanze wird 20 - 60 cm hoch und blüht den ganzen Sommer mit blassrosa bis purpur farbenen kleinen Blüten, seltener auch weiß. Oregano kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Bei uns wächst an Hängen und trockenen Wiesen oft der wilde Majoran oder Echter Dost, der mit dem Oregano aus dem Mittelmeerraum vergleichbar ist.

Wir kennen Oregano heute als Gewürz und man kann es fast überall als Trockengewürz kaufen. Es findet viel in der italienischen Küche Anwendung, z.B. für Nudelgerichte. 

Frisches Oregano ist reich an Vitamin C. Ebenso enthält es ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe.

Der Volksmund sagt: geerntet wird die Pflanze am besten 30 Tage nach Mariä Himmelfahrt (15.8 bis 15.9), zwischen 10 Uhr und 13 Uhr, nachdem der Morgentau abgetrocknet ist. Der ganze Stängel wird eine Handbreit über dem Boden abschnitten und zum Trocknen in einem dunklen Zimmer aufgehängt. Nach dem Trocknen die Blätter vom Stängel streifen und trocken lagern.

Für den Mensch: die Pflanze hat eine positive Wirkung bei Verdauungsbeschwerden sowie Erkrankungen der oberen Atemwege. Oreganoöl hat eine antibiotische Wirkung. 

Für den Hund:  krampflösend, stimulierend und harntreibend. Oregano hilft bei Verdauungsbeschwerden, Durchfall, Blähungen, Erkältungen, Husten und chronischer Bronchitis, Gicht und Rheuma. Da es treibend wirkt sollte man es trächtigen Hündinnen nicht verfüttern. Man gibt es frisch kleingeschnitten unter das Futter, oder das handelsübliche Streupulver. Ein Abkochsud/Tee kann zum Flockeneinweichen oder Untermischen genommen werden.

Im Mittelalter sagte man Oregano Fähigkeiten zur Hexenabwehr nach. Außerdem halte es den Teufel vom Hause fern. Zur Abwehr der bösen Mächte legte man einen Zweig in den Brautschuh.

 

Rosmarin (Rosmarinus officinals)

 

Immergrünes Gewächs aus der Familie der Lippenblütler. Der buschige und viel verzweigte Strauch durftet sehr aromatisch. Die Blätter sind hart, lang und schmal und leicht nach unten gebogen. Die Blüte ist blass blau und das ganze Jahr über zu sehen. Die Pflanze wächst im Mittelmeerraum wild und bevorzugt einen sonnigen und trockenen Platz. 

Rosmarin wird bei uns vorwiegend als Zierstrauch in Schalen und im Garten verwendet. Es hat einen intensiv harzigen, aromatischen Geruch und ist leicht bitter, erinnert etwas an Eukalyptus. Außerdem verwendet man es in der Parfumherstellung.

Rosmarin enthält diverse ätherische Öle, Gerbstoff, Flavonoide, Glycolsäure, Bitterstoffe, Saponine, Harz, des Weiteren noch eine größere Menge an Vitamin C

Für den Mensch und den Hund: man verwendet es vor Allem in der südländischen Küche als Gewürz, es passt hervorragend zu Fleischgerichten. Rosmarin wirkt anregend auf Kreislauf und Nerven und soll besonders beim so genannten „Altersherz“ durch milde Unterstützung und Stärkung wirken. Ebenso regt es die Verdauungsdrüsen an und wirkt somit förderlich auf die Verdauung und bei Appetitlosigkeit. 

Äußerlich angewendet (als Sud, Tee-Abkochung für Umschläge) wirkt es schmerzstillend und lindernd bei Rheuma und Arthritis und es lindert bei Insektenstichen.

Rosmarin eignet sich hervorragend zum Trocknen und ist richtig aufbewahrt lange haltbar.

Fürs Futter zupft man die harten Blätter ab und schneidet diese fein und mischt sie dem Futter bei. Oder man verwendet den Abkochsud zum Flockeneinweichen.

Bei Pflanzen im Garten und Haus ist der Abkochsud (Tee) wirksam gegen verschiedene Pilze. Tee kochen, kalt werden lassen, in eine Zerstäuber füllen und die pilzbefallene Pflanze damit einsprühen. Mehrere Tage wiederholen.

 

Salbei (Salvia officinalis)
eines meiner Lieblingskräuter, das ich besonders mag

 

Gewächs aus der Familie der Lippenblütler und ein kosmopolites Pflänzchen, das man auf der ganzen Welt finden kann, in verschiedenen Unterarten. Bekannt sind heute um die 920 Arten. Salvia officinalis ist der Heilsalbei. Der Name Salbei kommt von dem lateinischen Wort salvare = heilen.

Viele Salbeiarten sind robust und blühen leuchtend blau (siehe Bild), man findet sie daher oft als Zierpflanze in Gartenanlagen. Salbei ist ein kleiner Strauch mit länglichen Blättern, je nach Art schmaler, breiter oder großlappig.

Für den Mensch: interessant für die Herstellung von Kräutertees sind z.B. auch die Sorten Muskatellersalbei, Ananassalbei oder der Fruchtsalbei, die sehr geschmacksintensiv und aromatisch sind.

Salbei schmeckt würzig, aromatisch und bitter.

Salbei ist das Kraut Nr. 1 bei Halsschmerzen, sei es als lindernder Tee oder zum Gurgeln. 1 Essl. Honig unterstützt diese Wirkung noch. Salbei wirkt adstringierend (das heißt "zusammenziehend", es zieht die Mundschleimhäute zusammen und gibt einen "austrocknenden Effekt")

Man verwendet es als Würzpflanze (die Blätter ganz, gezupft oder kleingeschnitten), vor allem für Fisch und Fleisch und vorwiegend für sehr fette Speisen, denn er fördert die Bekömmlichkeit schwerer Kost. Er gehört zu den wenigen Kräutern, die sich auch getrocknet gut und lange verwenden lassen.

In der Naturheilkunde verwendet man den Salbei bei akutem Fieber, Harnwegsleiden, Koliken, Erkältungen und Zahnschmerzen,  man sagt ihm auch eine desinfizierende und konservierende Wirkung nach. Bekannt ist, dass Salbei bakterien- und entzündungshemmend wirkt.

Salbei gehört zu den Pflanzen, die man nicht über längere Zeit in hoher Dosis einnehmen sollte.

Noch erwähnen möchte ich, dass Salbei schweißhemmend wirkt und im Sommer als Tee getrunken das Schwitzen etwas eindämmen kann. Stillende Mütter sollten ab und zu 1-2 Tassen Salbeitee trinken, um einen Milchstau oder übermäßigen Milchfluss zu behandeln.

Für den Hund: auch hier wirkt Salbei bakterien- und entzündungshemmend und hilft heilungsfördernd bei Blähungen, Darmentzündungen, Durchfall und Magenentzündungen. Man gibt ihn hier am besten als Tee zum Futter oder wenn es der Hund mag (weil bitter) als Trinkwasser. Blätter häckseln und ins Futter geben geht auch, egal ob frisch oder getrocknet.

Salbei-Tee stoppt die Milchproduktion. Keine großen Mengen über einen längeren Zeitraum verfüttern!

 

Spitzwegerich (Plantago lanceolata)

 

Gewächs aus der Familie der Wegeriche mit kurzer Wurzel und einer Rosette aus langen, streifennervigen Blättern, die 10-50 cm hoch werden können. Die Blüten sind weißlich gelb und zu einer walzenartigen Ähre zusammengefasst.
Finden kann man den Spitzwegerich auf Wiesen und Feldern und an Wegrändern.

Der nächste Verwandte, der auch bei uns sehr verbreitet ist, ist der Breitwegerich (Plantago major) 
oder Großer Wegerich:

Für den Mensch:
das Kraut ist geschmacksneutral bis leicht bitter.
Beide Pflanzen sind sich in der Wirkungsweise sehr ähnlich.
äußerlich angewendet (Saft oder Brei der Blätter) wirken beide entzündungshemmend und blutstillend.


Als Tee verwendet man die Blätter, die man vor der ersten Blüte sammeln sollte, da die Pflanze in der Blütenzeit ein leichtes Gift beinhaltet. Der Aufguss wirkt bei Erkrankungen der Atemorgane (ideal bei Erkältungen / Sommergrippe!) und durch die enthaltenen Gerbstoffe lindernd bei Galle- und Leberleiden.

Für den Hund:
verwendet werden die Blätter, kleingeschnitten als Futterzusatz. Zur Unterstützung der Verdauung ideal zusammen mit Beinwell und Löwenzahn.

 

Schafgarbe  (Achillea millefolium)

aromatisches Kraut aus der Familie der Korbblütler. Bildet 20-60 cm hohe Stängel mit weißen bis rosa Blüten, die scheibenförmig am oberen Ende des Stängels angeordnet sind. Die Pflanze ist hart und zäh, die Blätter sind seitlich am Stängel angeordnet und "federartig".  
Finden kann man die Schargarbe an Wegrändern, zwischen Feldern und auf trockenen Wiesen und Waldlichtungen.

  Für den Mensch:  
gesammelt wird zur Teeherstellung die Blütenscheibe und das obere Drittel des Stängels. Der untere Teil ist holzig und somit nicht gut zu verwerten. Auch die federartigen Blätter können verwendet werden. Ein Tee aus Schafgarbe schmeckt aromatisch, aber leicht bitter. Schafgarbe enthält viele div. ätherische Öle und andere Substanzen, die entzündungshemmend wirken (in der Pharmakologie wird Schafgarbe zur äußeren Anwendung diesbezüglich verarbeitet) 
Außerdem wirkt sie nervenberuhigend. Ein Tee aus Schafgarbe macht müde und ist bei Einschlafstörungen hilfreich. Ebenso regt sie den Stoffwechsel an. Eine Abkochung (Tee) des Krautes dient als Gurgelwasser zur Heilungsunterstützung bei Entzündungen im Mund-Rachenraum. Meist wird die Schafgarbe in der Homöopathie als Beimischung zu Kräutertees verwendet, zusammen mit Melisse, Johanniskraut und Taubnessel.
  Für den Hund: 
Blätter der Schafgarbe können feingeschnitten oder gehackt unter das Futter gegeben werden. Blüten würde ich nicht füttern, davon nur den Abguss (Tee). Schafgarbe beruhigt die Nerven und kann bei Anspannung hilfreich sein.

Allerdings ist darauf zu achten (bei Mensch und Tier), dass die Schafgarbe nicht regelmäßig und nicht in großen Mengen gegeben wird, da sie in größeren Mengen verabreicht, durch die vielen ätherischen Anteile, giftig wirken kann.

 

Scharbockskraut (Ranunculus ficaria)

 

Das Scharbockskraut, auch Feigwurz genannt, ist ein Frühlingsblüher und gehört zu den Hahnenfußgewächsen. Im Frühjahr ist das Scharbockskraut eines der ersten Pflanzen die erwachen und das erste Grün über den Boden ziehen. Man findet die kleinen hellgrün-glänzenden, herzförmigen Blättchen, die knapp über dem Boden stehen, meist an Bachrainen und Wegrändern. Die Pflanze sucht feuchte Wiesen und lichte Laubwälder. Auffällig sind die kleinen gelben Blüten, die zwischen den Blättern hervorleuchten.

Scharbockskraut ist in sehr großen Mengen genossen giftig! Jedoch ist diese Giftigkeit in der Intensität saisonabhängig: die Pflanze enthält Protoanemonin, einen cyklischen Kohlenwasserstoff. Mit Ausbildung der Blüten nimmt der Gehalt an Protoanemonin zu und die Pflanze sollte nicht mehr verzehrt werden. Doch vor der ersten Blüte ist das Scharbockskraut ein sehr guter Vitamin-C Spender und wird von vielen Kräuterkundigen kurweise im Frühjahr konsumiert (auch von mir!).

Für den Mensch:
Scharbockskraut wird kurweise im Frühjahr vor der ersten Blüte als Salat gegessen. Geerntet wird es wie Feldsalat; mit dem Messer über dem Boden abgeschnitten. Gegessen werden die Blätter. Schmeckt wirklich total lecker - ähnlich wie Feldsalat.

Für den Hund:
Scharbockskraut kann klein geschnitten unter das Futter gegeben werden (auch hier gilt die Regel: wenn's blüht isses vorbei!) Unsere Maya frisst es sehr gerne, sie bekommt es im Frühjahr 1-2x die Woche.

Ratsam ist es mehr Scharbockskraut zu ernten, zu pürieren und einzugefrieren (siehe unten: Tipps). Dann hat man wochenlang die Möglichkeit es zuzufüttern ;o)

 

Taubnessel, weiße (Lamium album)

Ausdauerndes, behaartes Kraut aus der Lippenblütler-Familie. Die Pflanze sieht unserer Brennnessel sehr ähnlich, hat jedoch keine Nesselzellen. Die Pflanze wird zwischen 20-40 cm hoch, der Stängel ist 4kantig. Die weißen Lippenblüten stehen in einem Kranz um den Stil und riechen honigartig (was sie für die Bienen und alle Nektarsammler sehr begehrenswert macht). Finden kann man die Taubnessel hauptsächlich an Wegen, Mauern und Zäunen.

Gesammelt werden die Blätter und die Blüten, die man ausgebreitet gut trocknen und dann dunkel und luftdicht aufbewahren kann.

Für den Mensch: 
Die Taubnessel ist entzündungshemmend und wird als Aufguss zum Gurgeln bei Entzündungen im Mundraum verwendet. Außerdem wirkt sie stoffwechselanregend und nervenstärkend. In der Kräutermedizin nutzt man die Taubnessel hauptsächlich in Kräutermischungen für Aufgüsse zur Behandlung schlecht heilender Wunden und lindernden Umschlägen.

Früher verwendete man den Auszug aus der Wurzel zum Gelbfärben der Haare. Die Taubnessel war also das erste Blondiermittel ;o)

Für den Hund: 
klein gehackt ins Futter zum Anregen des Stoffwechsels und zur Nervenstärkung. Am Besten eignen sich hier die zarten Pflanzenspitzen (wie auf dem Bild oben zu sehen).

Es gibt die Taubnessel auch in den Blütenfarben rosa oder gelblich. Gesammelt wird aber nur die Weiße.

 

Brenn(n)essel, große (Urtica dioica)

Ausdauerndes Kraut aus der Familie der Brennnesselgewächse (Urticaceae). Die 30 - 180 cm große Stängel tragen längliche, zugespitzte Blätter mit gesägtem Rand. Die Blüten sind grün und unscheinbar und hängen in langen Ripsen vom Stängel.
Stängel und Blätter sind mit giftigen Brennhaaren besetzt. Diese weisen an der Spitze eine winzige Nadel auf, die bei Berührung abbricht. Dort tritt dann das Gift aus, das brennende Schmerzen verursacht. Weidetiere wissen das und halten von sich aus respektvollen Abstand zur Pflanze.

Die Brennnessel wird seit rund 100 Jahren hauptsächlich als Faserpflanze kultiviert, zur Herstellung von Zellstoff und Nesselgeweben, z.B. zur Fertigung von Rucksäcken.

Die Pflanze enthält sehr viel Kieselsäure, Vitamin-C, Ameisensäure, Gerbstoffe und Provitamin A und ist daher für den Verzehr wertvoll. Durch kurzes Überbrühen mit heißem Wasser werden die Nesselzellen zerstört und die Pflanze ist "ungefährlich". 

Für den Mensch: 
Gesammelt werden die 3 oberen Blattpaare, also die Triebspitzen. Klein geschnitten ergeben sie gekocht ein spinatähnliches Gemüse. Die Brennnessel wirkt lindernd bei rheumatischen Erkrankungen Gicht und Anämie. Außerdem hilft sie regulierend bei Stoffwechselstörungen. Der hohe Gehalt an Kieselsäure wirkt positiv bei Problemen mit Nägeln und Haaren. Waschungen mit Abkochsud soll den Haarwuchs positiv beeinflussen.
Frische Blätter kann man auch gut zu anderen Kräutern als Tee beimischen. 

Für den Hund: 
man kann den Aufguss (Tee) ins Futter geben, z.B. zum Einweichen der Flocken. Wirkt positiv auf das Fell.
Gesammelt werden fürs Futter auch die Triebspitzen. Diese kurz heiß überbrüht und dann mit anderen Kräutern klein gehäckselt, als Beimischung verfüttert. Wirkt auch hier, regelmäßig beigemischt, lindernd auf rheumatische Erkrankungen und fördert die Bildung roter Blutkörperchen.

 

Petersilie (Petroselinum crispum) auch Peterle, Bittersilche, Grönte, Kräutel oder Peterling.

Wer kennt ihn nicht, den Duft dieser Pflanze?? Ganz typisch - den vergisst man nie mehr.

Der Duft kommt übrigens von ätherischen Ölen. Aussedem enthält das Peterle noch viele Vitamine und Eisen, Kalzium und Kalium. Die Pflanze gehört zu den Doldengewächsen und gibt es in verschiedenen Arten, die alle Anwendung in der Küche finden (z.B. Krause-, Glattblättrige- oder Wurzelpetersilie)

 

Für Mensch und Hund:
Petersilie wird einfach abgezupft, zerrupft oder fein geschnitten übers Essen oder Futter gegeben. Man kann Blätter und Stängel verwenden. Sie kann eingefroren werden und so lange verwendet werden.

Petersilie wirkt entwässernd und findet Anwendung bei Blähungen, Nierengrieß, Harnwegsentzündungen, Blasenschwäche, Eisenmangel sowie Krebs (vorbeugend und therapieunterstützend).

Zerquetschte Petersilie soll aufgelegt bei Mückenstichen und Geschwüren Linderung bringen.

Der Umgang mit Petersilie sollte bedacht werden, denn auch diese Pflanze sollte nicht "zuviel" und auch nicht regelmäßig gegessen/verfüttert werden, da es bei Überdosierung zu Nierenreizungen kommen kann. Und noch was: der Samen der Petersilie ist giftig!

 

Walderdbeere (Fragaria vesca)

 

Die Walderdbeere gehört zu den Rosengewächsen. Sie ist kleiner als unsere Gartenerdbeere und wird 5 - 20 cm hoch. Aus den kleinen weißen Blüten werden leuchtend rote, ca. erbsengroße Erdbeerchen, die sehr aromatisch schmecken.

Man findet die Walderdbeere an sonnigen Plätzen, in lichten Wäldern und buschigen Hängen.

die Walderdbeere ist reich an Vitaminen und Mineralien (im Gegensatz zu unserer kultivierten Gartenerdbeere, die wesentlich weniger davon enthält), u.a. Vitamin C bis 50 mg/100g, Vitamin A, Vitamin E, Vitamin K, Biotin, Kalium, Magnesium, Kalzium, Phosphor, Natrium.

Für den Mensch: 
gegessen werden kann die Frucht. Aus den Blättern lässt sich ein aromatischer Tee herstellen (man sammelt die jungen Blätter, die alten sind bitter), der stoffwechselanregend ist und bei Nervosität und Blutarmut hilfreich ist. Ideal ist hier die Mischung Erdbeer-, Himbeer- und Brombeerblätter.
Ferner hilft sie bei Magen- und Darmkatarrh, bei Erkrankungen der Harnwege und bei Haemorrhoiden.

Für den Hund:
verfüttert werden die jungen Blätter (gehäckselt, fein geschnitten) sowie die Früchte. Man kann auch zum Einweichen der Flocken den Sud (Tee) aus den Blättern verwenden. Wirkt auch beim Tier stoffwechselanregend, bei Leber- und Gallenleiden, Magen- und Darmstörungen, Herzbeschwerden, Blutarmut, als allgemeines Stärkungsmittel, gegen Rheuma und Gicht und bei Bronchitis.

 

Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)

 

Kahle, bis silbrig behaarte Krautpflanze aus der Familie der Rosengewächse. Aus einem stark verholzten Wurzelstock ragen auf langen Stielen fächerförmig gelappte Blätter hervor. Die Pflanze wird 10-50 cm hoch. Die Blüte ist unscheinbar grün bis gelblich. Morgens sammelt sich ein Tropfen Tau in der Mitte jeden Blattes, sodass es aussieht als läge in jedem Blatt eine kleine Perle.

Die Pflanze mag feuchten Boden. Finden kann man sie deshalb an Bächen und auf feuchten Wiesen.

Für den Mensch: die Blätter werden zu Tee gekocht. Dieser wirkt bei Frauenleiden und Menstruationsbeschwerden, auch bei Durchfall. Äusserlich für Waschungen und Umschläge bei Geschwüren. 

Für den Hund: die Blätter fein geschnitten oder den Abkochsud (Tee) zum Flocken einweichen oder einfach über das Futter. Frauenmantel soll die Gebärmutter stärken und gegen Schmerzen wirken.  Man gibt es auch bei akutem Durchfall.

Da der Frauenmantel eher zu den Heilkräutern zählt sollte er keinenfalls regelmässig verfüttert werden, eher nur im akuten Fall, zur Heilungsunterstützung oder als Kur für wenige Tage.

 

Vogelmiere (Stellaria media)

kosmopolites Pflänzchen das kriechend über dem Boden meist ganze "Rasenkissen" bildet. Kleine, fleischige, eiförmig-spitze Blättchen säumen den 2-40 cm langen Stängel. Unten wachsende Blätter sind meist wenig gestielt, oben wachsende sitzen direkt am Stängel. Die Vogelmiere gehört zu den Nelkengewächsen und besitzt kleine weiße Blüten.

Finden kann man sie praktisch überall: auf Wiesen, in Wäldern, an Ufern...

Die Vogelmiere besitzt einen polyploiden Chromosomensatz (hat mehrere Chromosomensätze in einer Zelle) und ist deshalb sehr anpassungsfähig und ist deshalb über den ganzen Erdball verstreut zu finden (kosmopolit). Dieser Fähigkeit hat sie wohl den Ruf des Unkrautes zu verdanken und wird von Gartenbesitzern nicht gerne gesehen.

Für den Mensch:  Man isst die Vogelmiere als Salat, die ganze Pflanze mit Blüten, Stängel und Blättern. Sie schmeckt ähnlich wie junger Mais. Bereits 50 Gramm Vogelmieresalat deckt den Vitamin-C-Bedarf eines Erwachsenen. Sie hat eine schmerzstillende Wirkung und wird bei Rheumaerkrankungen und Gelenkschmerzen gegeben. In Frankreich kocht man die Vogelmiere wie Spinat, sie ist dort ein beliebtes Gemüse.

Für den Hund: gleiche Wirksamkeit wie beim Menschen. Wichtig auch hier als natürlicher  Vitamin-C-Lieferant und die schmerzstillende Wirkung bei Gelenk- und Rheumaschmerzen.

 

Wegwarte (Cichorium intybus)

auch Zichorie genannt, gehört zu den Korbblütlern. Harte, sparrige Pflanze, bis zu 1-1,50 m hoch werdend. Wenige fiederförmige Blätter sitzen spärlich verteilt an dem reich verzweigten Stängel. Auffallend sind die leuchtend hellblauen Blüten, die nur bei hellem Sonnenschein geöffnet sind. Man findet sie über ganz Europa verteilt, in Westasien und teilweise in Afrika. Sie liebt trockenen Boden und wächst vorwiegend an Weg- und Feldrändern.

Gesammelt werden die Blüten und die Blätter; für medizinische Zwecke auch die Wurzeln. Sie enthält Bitterstoffe, Gerbstoffe und Cholin. Sie schmeckt leicht bitter. 

Endivie und Chicoree gehören zur Familie

 

Für den Mensch: eine Abkochung aus Blättern und Wurzeln verwendet man bei Appetitlosigkeit, zur Linderung von Magen-, Milz-, Darm- und Lebererkrankungen. Waschungen mit Abkochsud werden zur allgemeinen Reinigung bei Hautkrankheiten und Ekzemen angewendet.

Aus den getrockneten und gerösteten Wurzeln stellten die Menschen in Kriegszeiten und anderen Zeiten der Not einen Kaffee-Ersatz her (bei uns nannte man diesen "Muckefugg").

Für den Hund: Blätter und Blüten können gehäckselt oder als Abkochsud unter das Futter gegeben werden und helfen bei Appetitlosigkeit und Verdauungsunterstützend.

Eine gute Mischung zur Unterstützung bei Verdauungsproblemen:

Wegwarte / Löwenzahn / Pfefferminz

      Bei Fragen bitte mailen:                                                                                                                                                   

wer noch mehr über Kräuter und ihre Wichtigkeit nachlesen will kann auch bei Wikipedia schauen.
 

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